Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Dienstag, 31. Juli 2012

Alte Dame zu neuem Leben erweckt

Engagierte Mitglieder des Vereines Energieautarke Region haben in Eigenregie eine Turbine von 1917 wieder zum Laufen gebracht. Die Francisturbine eines kleinen Wasserkraftwerkes in Vorderstoder war durch Frosteinwirkung stark beschädigt. Eine Reparatur, schien, nach Aussage von Experten schwierig und kostspielig. Helmut Schachinger vom Verein fand dennoch einen Weg für eine dauerhafte und dichte Lösung. Für alle überraschend war die Tatsache, dass der Erzeuger der Turbine, die Fa. Voith in St. Pölten, noch Zeichnungen von der Anlage zur Verfügung stellen konnte. Maga Iris und Dr. Martin Knittl-Frank mit Sohn Christian nahmen sich Zeit und befreiten das Staubecken von Geschiebe. Ein Schieber wurde durch die Lehrwerkstätte der Fa. Mark instand gesetzt. Zuletzt wurde ein neuer Einlaufkasten installiert. Nun läuft das Kleinkraftwerk schon wieder Monate und produziert Strom. Damit können 25 E-Bikes gleichzeitig aufgeladen werden. DI Martina Pichler, die Vorbesitzerin, übergab das Kleinkraftwerk mittlerweile dem Verein. Herzlichen Dank. Saubere Energie aus der Region für saubere Mobilität. Das nächste Ziel ist die Netzeinspeisung. Mit dieser Aktion konnte eine Menge an Erfahrungen für zukünftige Projekte gesammelt werden. Im Rahmen der Aktivitäten zur Klima- und Energiemodellregion sind sechs Kleinwasserkraftprojekte in der Vorprojektphase. Foto Postlmayr: Helmut Schachinger; Maga Iris und Dr. Martin Knittl-Frank freuen sich über das vollbrachte Werk

Samstag, 21. Juli 2012

LED in Hinterstoder

Hinterstoder, Juli 2012. Neues Beleuchtungskonzept auf LED-Basis bringt mehr Helligkeit und große Einspareffekte. Aufbauend auf einem vom Ortsplaner erstellten Beleuchtungskonzept wird nun der Dorfbereich mit modernen LED-Leuchten ausgestattet. Die großen Helligkeitsgewinne, bei gleichbleibenden Stromverbrauch auf der einen Seite, die Stromeinsparungen von über 90%, bei verbesserter Helligkeit, auf der anderen Seite, sowie die weitgehend Servicefreiheit der LED-Lampen, zeigen das Potential der neuen Technologie. So wurde bei der Umstellung von Leuchtstoffröhren bei den Anzeige-Pyllonen, auf nun regelbare, färbige LED-Strips, ca. 96 % Strom eingespart. In Zukunft entfällt auch der aufwendige Röhrentausch. Auch bei den Infotafeln konnte durch den Austausch der Lampen 81 % des Stromverbrauches eingespart werden.

Eröffnung der 7. Stromtankstelle auf höchster Ebene

Die 7. Stromtankstelle der Region Pyhrn-Priel wurde am 02.09.2011 auf höchste Ebene, nämlich am Hengstpass auf knapp 1.000 m Seehöhe im Beisein
von Bundesminister Nikolaus Berlakovich, dem bisher höchsten Besuch bei einer E-Zapfsäuleneröffnung, eröffnet. Mit dabei waren auch die Bürgermeister Peter Auerbach als Hausherr, Helmut Wallner aus Hinterstoder und Hans Feßl von Edlbach sowie Vizebürgermeisterin Marietta Metzker, Josef Mehler, Alexander Mehler mit seiner charmanten Gattin, Prokurist Ing. Hartmann Pölz vom Nationalpark Kalkalpen, Energiemanager Leopold Postlmayr sowie vielen Interessierten. Es ist dies die erste E-Zapfsäule im Nationalparkgebiet. Bürgermeister Auerbach berichtete in seiner Ansprache, dass es erst seit 5 Jahren Strom am Hengstpass gibt, aber jetzt bereits eine Stromtankstelle. Er ersuchte den Bundesminister im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen das Gebiet mit Mobilfunknetzen zu erschließen. Der Bundesminister wies auf die vielen Aktivitäten des Lebensministeriums hin, die letzten Endes die Energieautarkie Österreichs herbeiführen sollen und wünschte der Region in Ihren Bemühungen viel Erfolg.
Die Energie AG stellte Segways und E-Fahrräder für den Test zur Verfügung. Dieses Angebot wurde auch von den Anwesenden und auch vom Minister reichlich genutzt. Leider erreichte der E-Smart der Energie AG nicht sein Ziel, da er unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde. Gott sei Dank kam der Fahrer ohne Verletzungen davon. Die Energie AG stellt für 2 Jahre gratis 100 % Ökostom über die Firmentochter Enamo GmbH bereit. Die Fa. Mehler fühlt sich der Region sehr verbunden und stellt 10 hochwertige E-Zapfsäulen für die Region Pyhrn Priel zur Verfügung.
Die 9. E-Zapfsäuleneröffnung findet am 17. 09. um 14 Uhr in Vorderstoder statt.

Dienstag, 17. Juli 2012

Alle Hauptschulen mit Sonnenstrom

Im Rahmen des Landesförderprogrammes „PV macht Schule“ wurden nun die beiden Hauptschulen in Windischgarsten mit je 3 kWp Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Mittlerweile wurden schon insgesamt an die 400 kWh umweltfreundlicher Strom erzeugt. Dies ist an den Anzeigetafeln bei den Schulen zu sehen. Für Vorderstoder, Klaus und Steyrling, drei weiteren Volksschulen aus der Region, wurden bereits die Genehmigungen für die Errichtung der Anlagen erteilt. Damit übernehmen die Schulen eine Vorbildwirkung im Hinblick auf die Energiewende. Die Realisierung der Fotovoltaikanlagen ist auch eine logische Fortsetzung des abgeschlossenen Kinder- und Schulprojektes: „Pyhrn-Priel, Erneuerbare Energie für Generationen“. Mit diesem Projekt wurden über 800 Kinder und Jugendliche erreicht und für das Energiesparen und die Verwendung von erneuerbarer Energie sensibilisiert. Foto, HOL Harald Ströbitzer: SchülerInnen der HS1 feiern den Tag der Sonne und freuen sich über die Anlage.

Nahwärme Hinterstoder baut aus

Seit 1998 liefert die Nahwärme Hinterstoder eGen für ihre mittlerweile 29 Kunden im Ortskern von Hinterstoder Wärme aus regionalen Hackschnitzeln. 26 Land- und Forstwirte aus der Region betreiben die Anlage und liefern den Brennstoff. Dabei werden jährlich 260.000 l Heizöl und knapp 705.000 kg umweltschädigendes CO2 eingespart. Nach intensiven Untersuchungen wurde nun im Mai 2012 mit der Erweiterung des Nahwärmenetzes Richtung Mühlboden, Mitterstoder begonnen. Ursprünglich war ein 2. Heizwerk geplant. Untersuchungen ergaben jedoch, dass eine Verbindungsleitung zum bestehenden Heizwerk auf lange Sicht die kostengünstigere Variante ist. Derzeit werden die Nahwärmerohre verlegt. Im Oktober wird der Heizbetrieb aufgenommen. Die Anlage wird damit um 630 kW Anschlussleistung erweitert. Mit drei Öfen von 150 kW, für den Sommerbetrieb, bis zu 1350 kW gesamt für den Vollbetrieb im Winter, wird eine hohe Ausfallssicherheit und ein optimaler Wirkungsgrad bei unterschiedlichen Wärmebedarfsmengen erreicht. Das Heizwerk verfügt auch über ein eigenes Notstromaggregat, um bei Stromausfall den Betrieb sicher zu stellen. Mit der Erweiterung können zusätzlich über 100.000 l Heizöl und mehr als 320.000 kg Co2 jährlich eingespart werden. Neben dem Umweltschutz trägt diese Investition von mehr als einer halben Million Euro, zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung bei. Nach einer Darstellung des Biomasseverbandes, beträgt die verbleibende Wertschöpfung in Österreich durch Biomasseheizungen nahezu 100 % und bei Öl- oder Gasheizungen nur 41 %. Die jedes Jahr benötigten 6.000 Schüttraummeter Hackschnitzel werden zu mindestens 80 % von Bauern im Umkreis von weniger als 10 km geliefert. Die Kosten für die Verbraucher liegen um ca. 15 % unter denen einer vergleich- baren Ölheizung. Die Nahwärme Hinterstoder setzt somit einen weiteren großen Schritt in Richtung Energieautarkie. Foto Postlmayr: Obmann und Geschäftsführer Roland Ramsebner und Obmannstellvertreter Heinz Kohlmayr freuen sich über den Baufortschritt.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Energiekosten? Für meinen Betrieb kein Problem mehr!

„In vielen Betrieben rechnet sich mehr Energieeffizienz und die Umstellung auf Erneuerbare Energien in wenigen Jahren.“
So das Resümee der Informations-veranstaltung „Energieeffizienz im Tourismus“, die Ende Juni in Windischgarsten in Zusammenarbeit von WKO Kirchdorf und der Energieautarken Region stattfand. DI Friedrich Brandstetter von der Initiative des Lebensministeriums „klima:aktiv – erneuerbare Wärme“ und Josef Mösl vom Energiedienstleister „Proenergy Contracting“ stellten erprobte Möglichkeiten vor, um die Energiekosten zu senken und gleichzeitig das Wohlbefinden der Gäste weiter zu verbessern.

Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Wärme
Ein gutes Energiemanagement im Betrieb kann ohne Investitionen zu Kosteneinsparungen führen. Systeme und Prozesse werden optimiert, sodass eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung, der Energieeffizienz, der Energienutzung und des Energieverbrauchs erreicht wird. Mittelfristig sind Investitionen in eine neue Heizanlage und die thermische Sanierung der Gebäudehülle ökonomisch und ökologisch ein gutes Geschäft! Gerade Gastronomie- und Tourismusbetriebe haben einen hohen Wärmebedarf und können durch die Heizungsumstellung auf Erneuerbare Energieträger massiv profitieren.

Unterstützung einholen!
Das Land Oberösterreich bietet gemeinsam mit dem Lebensministerium im Rahmen einer Beratungsaktion eine Förderungen von 75 % der Beratungskosten an. Einfach beim oberösterreichischen Energiesparverband unter 0732 - 7720 - 14381 anrufen, Beratungstermin einholen und fachkundige und unabhängige Information einholen.

Investieren und attraktive Förderungen beziehen!
Energieeinsparung und die Nutzung erneuerbarer Energie lohnen sich durch aktuelle, attraktive Förderungen von Land Oberösterreich und Bund noch mehr. Insgesamt sind für umweltrelevante Maßnahmen um die 40 % Förderung möglich. Infos dazu finden sich unter folgenden Homepages:
Rechnet sich die Umstellung auf Erneuerbare Energie?
„Für die Umstellung auf Erneuerbare Energie waren die Voraussetzungen noch nie so gut wie jetzt. Leistungsfähige Technologien mit hohem Komfort und niedrigsten laufenden Kosten stehen den teuren fossilen Brennstoffen wie Erdgas und Heizöl gegenüber, deren Preisentwicklung stetig nach oben geht. Damit, und mit attraktiven Förderbedingungen, werden Investitionen in Erneuerbare Energie in wenigen Jahren refinanziert“, betonte DI Leopold Postlmayr von „Energieautarke Region Pyhrn-Priel“.

Vom Ölpreis unabhängig - Investition in 3,5 Jahren amortisiert
Das Vitalhotel Stoderhof in Hinterstoder hat durch die Umstellung von Heizöl auf Pellets die Brennstoffkosten mehr als halbiert. Der Verbrauch von Heizöl lag vor der Umstellung bei 32.000 Liter pro Jahr. Die explodierenden Ölpreise haben Familie Fruhmann dazu bewogen, sich um Alternativen umzusehen. Aufgrund der attraktiven Förderungen haben sie sich 2011 für eine Komplettumstellung auf umweltfreundliche Holzheizungen entschieden. Zwei 75 kW Pellets-Anlagen sowie ein Scheitholzkessel sollten sich bei abgezogenen Förderungen in 3,5 Jahren amortisieren. Die Förderungen des Bundes und des Landes liegen bei insgesamt ca. 35 %. Neben dem Heizsystem wurde auch in eine effiziente Zeitsteuerung, geregelte Umwälzpumpen und optimierte Hydraulik investiert. Die jährliche CO2-Einsparung beträgt knapp 84 Tonnen CO2.