Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Montag, 24. September 2012

Der erste private Chevrolet Volt fährt in Windischgarsten


Windischgarsten 22.09.2012.  Friedrich Beckel, 53 fährt als  erste Privatperson in Österreich einen Chevrolet Volt. Ein E-Auto mit sogenannten Range-Extender. Wenn die elektrische Reichweite von 80 km aufgebraucht ist, schaltet sich ein kleiner Benzinmotor aus Österreich ein und erzeugt Strom.  So kommt er auf gut 500 km.

Seit 1998, wo der ehemalige Entwicklungschef von GM, Bob Lutz, die ersten Details des Fahrzeuges vorstellte, verfolgt Friedrich Beckel alle Neuigkeiten die das Fahrzeug betreffen. Das Konzept elektrisierte ihn im wahrsten Sinne des Wortes. Nun hat er ihn bekommen und nutzt ihn für seine beruflichen Fahrten in die Steiermark und nach Linz.

Begeistert spricht Friedrich Beckel von seinem aussergewöhnlichen fahrbaren Untersatz. Leise und umweltfreundlich können die ersten km elektrisch am Morgen durch den Ort gefahren werden. Dann auf der Autobahn schaltet sich nach einiger Zeit der Benzinmotor ein, der stationär und kaum wahrnehmbar unter der Haube seinen Dienst versieht und Strom erzeugt. Über die Li-Ionen-Batterie wird der elektrische  Antriebsmotor versorgt.

Es ist zwar ein amerikanischer Wagen, er hat aber europäische Wurzeln. Vieles des revolutionären Konzeptes wurde in Deutschland bei Opel erdacht. Auch IBM half bei der Software kräftig mit.

Hat man oft die Möglichkeit die Steckdose zu benutzen, so kommt man auf weniger als 1,5 l auf 100 km Benzinverbrauch. Bei geschickt gewählten Motoreinsatz, lässt sich die elektrische Reichweite ausdehnen und der Kraftstoffverbrauch sinkt.  Friedrich Beckel hat in einem Monat ca. 3.200 km zurückgelegt und tankt, im Vergleich zu einem konventionellen Fahrzeug, nur die Hälfte. Er berichtet, dass bei manchen Fahrern der Motor sich nur für den Servicemodus einschaltet, um den Motor langfristig bei Laune zu halten.

Friedrich Beckel hat bereits bei der E-Rallye Pyhrn-Priel teilgenommen. Mit dem Opel  Ampera, der das europäische Schwestermodell darstellt, nahmen fünf Fahrzeuge dieser Art an der Rallye teil. Er nützt auch die öffentlichen E-Zapf- säulen in der Pyhrn-Priel-Region, die gratis mit Ökostrom bis Ende 2014 von der Fa. ENAMO versorgt werden.

Foto Postlmayr: Friedrich Beckel mit seinen Chevrolet Volt

Montag, 17. September 2012

Erste E-Rallye Pyhrn-Priel bei Kaiserwetter

Windischgarsten 08.09.2012. Die erste E-Rallye in der Region Pyhrn-Priel fand am Samstag den 08. September 2012 bei besten Wetterbedungen statt. 26 angemeldete E-Fahrzeuge zeigten vom großen Interesse am Thema E-Mobilität.

Völlig lautlos und ohne Emissionen nahmen die E-Autos die Strecke von Steyrling über Hinterstoder und Vorderstoder nach Windischgarsten in Angriff. Bei tollem Sonnenschein konnte die Region von Ihrer schönsten Seite genossen werden. Die klare Luft bescherte eine herrliche Weitsicht und ließ die Bergpanoramen scheinbar näher ans Auge des Betrachters rücken. Am Hauptplatz in Windischgarsten wurden die Fahrzeuge präsentiert. Die Mehrheit stellte Renault Twizy sowie Opel Ampera und Chevrolet Volt dar. Das obere Ende der E-Fahrzeugpalette repräsentierte ein Fisker Karma. Es wurden auch E-Modellautos vorgeführt, die bis zu 110 km/h schnell sind. Aktuelle E-Bike-Modelle, die für Probefahrten bereitstanden, rundeten die Schau ab. Für sportliche E-Mobilisten ging es dann weiter zum Wurzeralmparkplatz in Spital am Pyhrn. Hier gab es die Möglichkeit die Geschicklichkeit und das Fahrverhalten beim Autoslalom zu testen.

Foto: Postlmayr

Montag, 3. September 2012

Energieautarkie im Modellflugsport

Roßleithen 25.08.2012. Obmann Daniel Antensteiner und seine Clubkameraden führen stolz Ihre elektrischen Hochleitungsflugmaschinen vor. Sie sind über 300 km/h schnell und werden autark mit Sonnenstrom betrieben.

Der Modellflugplatz ist wunderbar unmittelbar neben der Sonnwendvilla gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Drachenfluglandeplatz. Der Modellflugsport im Modellfliegerclub Windischgarsten wird in einer ganz besonders umweltfreundlichen und leisen Art und Weise betrieben.

Fotovoltaikpanele mit einer Leistung von 500 Wp am Dach der Clubhütte liefern die Energie für das aufregende Hobby des Modellfliegens. Eine Staplerbatterie im inneren der Hütte speichert den laufend produzierten Strom. Die Batterie ist in der Lage an die 400 Ah zuliefern. Das reicht dann für einen Tag mit Vollbetrieb, sagt Daniel Antensteiner. Auch das sogenannte 3D-Fliegen wurde vorgeführt. Dabei stehen die Modelle quasi in der Luft. Erst seitdem es leistungsstarke E-Antriebe gibt, ist diese Art des Fliegens überhaupt erst möglich, erklärt Helmut Lindbichler, der Kassier des Vereines.

Es wird freiwillig auf lärmende Modelle mit Verbrennungsmotoren verzichtet. Daher auch keine Geruchsbelästigung. Die Flugakkus haben Ladezeiten zwischen 10 und 30 Minuten. Die Leistungsfähigkeit der Modelle beindruckt. Ströme, mehr als 300 A (Wettbewerb) werden benötigt um ein Steigen von mehr als 60 m/s zu erreichen.

Anhand dieser Flugmodelle und deren laufende Weiterentwicklung, kann der kommende Fortschritt in der E-Mobilität erahnt werden. Der Modellflieger-Club ist damit ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz und zeigt, dass mit fortschrittlichen Technologien kein Abstrich beim Spassfaktor gemacht werden muss.

Foto: Antensteiner. V. l. Obmann Daniel Antensteiner, Helmut Stadler, Josef Degelsegger und Heinz Patzl.