Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Herzlich Willkommen bei der Energieautarken Region Pyhrn-Priel!
autark ... unabhängig, sich selbst versorgend

Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Sonntag, 7. Dezember 2014

Fünf Jahre Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Pyhrn-Priel, 28.11.2014. Im Jahre 2009 wurde der Verein Energie-autarke Region Pyhrn-Priel mit dem Ziel heimische Energieressourcen zu nutzen, Energie zu sparen und das Klima zu schonen, gegründet. Am Freitag, den 28.11.2014 fand nun die fünfte Vollversammlung statt, in der auch Bilanz über die bisherige Arbeit gezogen wurde.

Der Verein wurde im Oktober 2009 gegründet. Der erste Präsident war Bezirkshauptmann Dr. Goppold. Seit mehr als. vier Jahren steht KommR. Ing. Rudolf Mark dem Verein als Präsident vor. Seit 2011 ist die Region Klima- u. Energiemodellregion. Bei der Vollversammlung am Freitag, den 28.11.2014, wurde Rückschau auf die bisherige Arbeit gehalten.

Als eines der Highlights kann sicher die Umsetzung des E-Tankstellennetzes gesehen werden. Es wurde mit großzügiger Unterstützung der Fa. Mehler und der Gemeinden realisiert. Es steht in jeder der neun Pyhrn-Priel-Gemeinden mindestens eine Stromtankstelle. Das Netz wird laufend erweitert und verbessert. Auch Firmen, wie die Fa. ETECH haben mittlerweile E-Tankstellen installiert. Der Strom wird kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung gestellt.

E-Auto Treffen wie das Internationale Ampera und Volttreffen fanden wegen der vorhandenen Infrastruktur in der Region statt. Auch die E-Rally ging bereits zum 3. Male mit Beteiligung namhafter Firmen und Vereine über die Bühne.

Als nächster Schritt im Rahmen der E-Mobilität wird ein E-Car-Sharing angedacht. Dabei sollen die E-Tankstellen als Standorte dienen. Es liegen bereits Konzepte vor.

Insgesamt wurden an die 444.000 € im Lauf der fünf Jahre in die Region in Form von Förderungen bzw. Sachzuwendungen eingebracht. Der Co-Finanzierungs- beitrag der Gemeinden lag bei 23.300 € und wurde zum Start der Energiemodellregion zur Verfügung gestellt. Damit wurden aus einem Euro der Gemeinden über neun Euro gemacht. Nach Inbetriebnahme des Biomasseheizwerkes in Windischgarsten wird seine jährliche Wertschöpfung für die Region bei über € 250.000 liegen.

Im Bereich der Wasserkraftwerke konnte leider seit 2011 kein neues Projekt auf den Weg gebracht werden. Der Grund liegt in der sehr restriktiven Auslegung des Naturschutzes. Im Vergleich zum Nachbarbundesland, der Steiermark, haben wir in unserer Region mit einem massiven Nachteil zu kämpfen.

Anders ist es bei Photovoltaikanlagen wo ein Boom in der Region feststellbar ist. So konnte die Einspeisung von Solarstrom von fast 95MWh (2012) auf 191MWh (2013) verdoppelt werden. Die Anzahl der Anlagen stieg um 55 %. Es werden jetzt immer größere Anlagen, besonders auf landwirtschaftlichen Dächern, installiert. Für 2015 ist auch geplant Bürgerbeteiligungsanlagen mit dem Genossenschaftsmodell der Nachbarmodellregion KEM Traun4tel umzusetzen. Diese sind vorwiegend für kommunale Dächer und als Eigenverbrauchsanlagen geplant.

Die zukünftige Generation steht im besonderen Blickpunkt bei der Klima und Energiemodellregion. Nach dem ersten Projekt, bei dem 800 Kinder involviert waren, wurde heuer ein weiteres Klimaschulenprojekt gestartet. Die Themen sind dieses Mal das Energiesparen, Nutzer- und Konsumverhalten sowie das Licht. Im Zuge des Projektes wird pro Schule auch ein Klassenzimmer nach dem letzten Stand der Lichttechnik ausgestattet. Weiters wird auch auf regionale Lebensmittel und deren Vorteile sowie Klimafreundlichkeit hingewiesen.

In der zweiten Phase der Klima- und Energiemodellregion werden neben den bereits erwähnten Projekten noch folgende Themen geplant:

-Energiesparen im Haushalt
-der weitere Ausbau der E-Tankstellen sowie die Umrüstung auf Typ2-Stecker
-die Realisierung von Kleinwasserkraftwerken
-der Aufbau eines Bildungszentrums
-der Aufbau eines Experimentiermuseum
-die Schaffung einer zentralen Infostelle für Förderungen
-ein zentrales Energiemonitoring für die Gemeinden
-die Erweiterung des Angebotes für regionale Energietouren
-die Vergabe einer Diplomarbeit zum Nachweis der Auswirkungen der KEM-Aktivitäten
-die Weiterentwicklung und Diversifizierung der Energiestammtische
-Unterstützung bei der Umsetzung von Contractingmodellen für LED Straßenbeleuchtungen
-sowie eine Heizungspumpentauschaktion

Energiespartipp:
Ein immer unterschätztes Thema ist der Standby-Verbrauch von Elektrogeräten. Laut Statistik Austria gab es 2013 3.705.000 Privathaushalte in Österreich. Ihr durchschnittlicher Stromverbrauch betrug 4187 kWh. Davon wurden 3,2% für Stand-by aufgewendet. Das Kraftwerk Klaus erzeugt 74 Mio. kWh/a. Man braucht allein fast 7 Kraftwerke der Größe von Klaus zur Abdeckung des jährlichen Standby-Verbrauchs in Österreich. Was kann man selber tun. Z. B. Steckleister mit Ausschalter installieren und täglich nur einschalten wenn Geräte gebraucht werden. Geräte, die nur sehr selten benötigt werden, nur bei Bedarf einstecken.

Foto: Postlmayr:

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