Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Donnerstag, 13. August 2015

Die Einspeisung von erneuerbaren Strom aus Photovoltaikanlagen in der Region Pyhrn-Priel verdoppelt sich jährlich.

Pyhrn-Priel, 07.08.2015. Die Menge an eingespeisten, umweltfreundlichen Sonnenstrom, hat sich im Jahre 2014 zu 2013 nun bereits zum zweiten Mal verdoppelt.

2012 wurden knapp 95.000 kWh ins öffentliche Netz eingespeist. 2013 knapp 191.000 kWh geliefert. 2014 gab es nun wieder eine Verdopplung zum Vorjahr. Es wurden 399.600 kWh eingespeist. Nicht mitberücksichtigt ist dabei der für den Eigenverbrauch erzeugte Strom. Mittlerweile sind ca. 701kWp an Leistung, vorwiegend auf Dächern verbaut.

Bezogen auf 1000 Einwohner entspricht dies einer installierten Leistung von 64 kWp. Wird dieser Wert mit dem oberösterreichischen Spitzenwert, im Bezirk Grieskirchen von 269kWp verglichen, so hat die Entwicklung aber noch großen Spielraum nach oben.

Mit der Einspeisung von 2014 können umgerechnet knapp 80 Haushalte pro Jahr mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden.

Neben der Eigeninitiative der Bürger in der Region, begünstigen Bürgerbeteiligungsmodelle, wie z. B. das der Helios GmbH aus Freistadt oder der BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland eGen, den raschen Ausbau.

Foto Postlmayr: PV Anlage

Das Biomasseheizwerk in Windischgarsten ist vor der Fertigstellung

Windischgarsten, 31.07.2015. Die Gleichenfeier für das Biomasseheizwerk mit gesamt 1,75 MW Heizleistung ist erfolgt. Der 60.000 l Speicher wurde auch bereits an seinem Platz montiert. Der geplanten Inbetriebnahme für die kommende Heizperiode steht nur mehr wenig im Weg.

Die 2013 getroffene Entscheidung ein Biomasseheizwerk zu errichten, ist nun knapp vor der Realisierung. Die Leitungen der ersten Ausbaustufe sind fast fertig verlegt. Das Gebäude steht und ist bis auf den Farbanstrich fertiggestellt. Die Heizkessel, die Hackschnitzelzuführung und der Warmwasserspeicher wurden montiert.

Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser angeliefert. Es gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus bzw. muss gelagert werden. Schornsteine, und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt, was als Wärme abgenommen wird.

Die Versorgungssicherheit mit Biomasse sucht seinesgleichen. Über 50 % der Fläche des Pyhrn-Priel-Gebietes sind mit Wald bedeckt. Momentan wird die dreifache Menge der für das zukünftige Heizwerk benötigten Menge an Hackschnitzel in andere Regionen transportiert und jedes Jahr wächst mehr des Brennstoffes nach.

Die Umsetzung des Heizwerkes stellt sicher, dass das Geld nicht ins Ausland fließt sondern in der Region bleibt. Das bewirkt eine Kaufkraftstärkung in der Region.

Besonderer Dank sei dem Bürgermeister und den unterstützenden Gemeinderäten ausgesprochen, die mit Weitblick dieses Projekt unterstützten und für den Anschluss von Gemeindeobjekten an die Nahwärme stimmten.

Foto: DI Leopold Postlmayr