Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Geschichte

Seit Jahrzehnten (wenn nicht Jahrhunderten – siehe Hämmer, Köhler, etc…) wird in der Region Pyhrn-Priel versucht, aus natürlichen und erneuerbaren Ressourcen Energie zu gewinnen. Die bei uns immer noch vorhandene und florierende Sensenindustrie zeugt davon. Auch zahlreiche Plätze an Bächen und Flüssen erzählen von dieser Zeit. Diese Epoche brachte für die Region Arbeitsplätze und damit Wohlstand.

 
Im Laufe der Zeit änderte sich aber das Bild der Energieerzeugung. Immer mehr kam sie in die Hände von großen, oft unüberschaubaren Konzernen oder muss seitdem von weither aus politisch und wirtschaftlich unsicheren Gegenden transportiert werden. Die damit einhergehende Abhängigkeit und die Umweltbelastung durch fossile Energieträger (Öl, Gas) wird uns immer anschaulicher vor Augen geführt.

 
Wenig genutzt bzw. fast vergessen wurden die erneuerbaren Ressourcen in unserer Region. Sogar die in anderen Gebieten weit verbreiteten Hackschnitzelheizwerke fanden erst in den letzten Jahren in der Region Pyhrn-Priel eine gewisse Verbreitung. Die Nutzung der Ressource Sonne, besonders zur Erzeugung von Strom, beschränken sich auf Einzelfälle.

 
Experten schätzten ein Potential von bis zu 30 Millionen €uro pro Jahr, die für die Bezahlung der Energie aus der Region Pyhrn-Priel abfließen. Dies stellt das Potential dar, das für regionale Wertschöpfung nutzbar wäre. Die Folge wäre eine Stärkung der Kaufkraft in den 9 beteiligten Gemeinden, Aufträge für die Wirtschaft und als direkte Folge ein Mehr an Arbeitsplätzen!

 
Aus diesem Grunde begannen Proponenten sich dieser Thematik anzunehmen. Es wurde ein Meinungsbildungsprozess gestartet.

 
Schon Anfang 2008 fuhren Gemeindevertreter aus Spital am Pyhrn nach Güssing, um sich das dortige Modell einer „energieautarken Stadt“ im Detail anzusehen. In der Folge wurde eine eingehende Analyse der Situation in Spital am Pyhrn und ein Energiekonzept mit der Unterstützung des EEE Güssing im Frühjahr 2009 im Gemeinderat beschlossen.

 
Parallel wurde auf Initiative von ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten unter der Leitung von Ing. Rudolf Mark am 26.05.2009 eine weitere Veranstaltung bei der Fa. Mark für alle Bürgermeister aus der Region organisiert. Eine weitere fand im Kulturhaus Römerfeld in Windischgarsten für alle Gemeinderäte und Interessierte der Region am 02.07.2009 statt. Bei allen Veranstaltungen fungierte Herr Ing. Werner Rauscher vom Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing als Referent.

 
Am 29. Oktober 2009 wurde der Verein „Energieautarke Region Pyhrn-Priel“ mit dem Bezirkshauptmann als Präsident gegründet.

 
Nachdem alle 9 Gemeinden der Region eine Analyse samt Energiekonzept im Rahmen des EGEM Prozesses bis Ende 2009 in Auftrag gegeben haben, konnte nun im Frühjahr 2010 mit den Erhebungsarbeiten in der gesamten Region Pyhrn-Priel begonnen werden. In der Zwischenzeit hat sich auch die Vereinsspitze verändert: Herr KR Ing. Mark folgte Bezirkshauptmann KR Hofrat Dr. Goppold, der in der entscheidenden Phase der Vereinsgründung unser Wegbereiter war.

 
Die 9 Mitgliedsgemeinden: