Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Dienstag, 24. August 2010

Eckdaten der Energieanalyse Haushalte für Klaus und Steyrling


Die Haushalte von Steyrling und Klaus verbrauchen pro Jahr:

Wärme 12.260 MWh 61 %
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Wärme im Wesentlichen zu
37 % mit Holzheizungen und knapp
35 % von Ölheizungen erzeugt wird. Gas steht mit
11 % an dritter Stelle.

Strom 2.680 MWh 13 %
Treibstoff 5.100 MWh 26 %

Dies ergibt einen Energieverbrauch von 20.040 MW pro Jahr.

In Summe sind dies Gesamtenergiekosten von mehr als € 2 Mio. nur für die Haushalte.

Es wurde ein Einsparpotential von knapp 15 % bzw. € 300.000 errechnet.

Montag, 5. Juli 2010

Voläufige Förderzusage „generation innovation Region Pyhrn-Priel Erneuerbare Energie für Generationen“


Gestern erhielten wir die schriftliche Mitteilung, dass das Projekt vorläufig zur Förderung dem Fördergeber vorgeschlagen wurde. Neben Inhaltlichen Auflagen geht es auch um formale Auflagen die bis zum 14. September 2010 zu erfüllen sind.

Der Antrag wurde von den Hauptschuldirektoren Stallinger, Strasser aus sowie Postlmayr, vom Verein, ausgearbeitet und im Februar 2010 eingereicht.

Thema: Kinder und Jugendlich erforschen und entdecken die Vorteile von erneuerbarer Energie aus der Region in Theorie und Praxis

Kurztitel: Pyhrn-Priel – Erneuerbare Energie für Generationen


Konsortium:

  • Kindergarten Windischgarsten
  • Volksschule Windischgarsten
  • Hauptschule I Kirchfeld Windischgarsten
  • Hauptschule II Römerfeld Windischgarsten
  • Polytechnische Schule Windischgarsten
  • Europäisches Zentrum für Erneuerbare Energie Güssing GmbH
  • LOTUS Technikleistungen, DI Dr. Martin Knittl-Frank
  • DI Dr. Martin Knittl-Frank
  • DTEC GmbH Dynamic Technology
  • Xolar GmbH
  • Fux-Schröckenfux Gruppe GesmbH
  • Regionalmanagement OÖ GmbH - Geschäftsstelle Steyr-Kirchdorf
  • Technologie- und Innovationszentrum GmbH

Mit der Überarbeitung wird versucht den Teilnehmerkreis bei den Schulen noch zu erweitern.

Kurzbeschreibung des Projekts:
Die Kinder bekommen durch das Projekt das Gefühl für die in der Natur vorkommen Ressourcen. Sie erleben Sonne, Wind und Wasser als Energieträger.
In den bestehenden Wasserpark bzw. in Wiesenbächen bauen die Kindergartenkinder unter Anleitung der Schüler aus den beiden Hauptschulen einfache Wasserräder. Sie lernen damit die Nutzung der Wasserenergie in der Gegenwart. Weiters erhalten sie einen Einblick in die Nutzung der Wasserenergie in der Vergangenheit, wie sie in unseren Tälern bei der Sensenherstellung und in Wassermühlen geschah.

Durch die Stärkung des Umweltbewusstseins und des Umweltschutzgedankens entsteht eine Stärkung des regionalen Bewusstseins die in weiterer Folge zu energiebewusstem und nachhaltigem Handeln führt.

Aufbauend auf die Nutzung der Wasserkraft in Sensenwerken und Wassermühlen hat unsere Region eine große Vergangenheit im Nutzen der Wasserkraft zur Erzeugung von Strom. Die Schüler besuchen die alten Kraftwerke Trattenbach in Spital am Pyhrn, sowie das Kraftwerk im Sensenwerk Roßleithen. Zusätzlich zur Nutzung der Wasserkraft experimentieren die VolksschülerInnen unter Anweisung der SchülerInnen der Polytechnischen Schule mit Windenergie und der direkten Nutzung der Sonnenenergie. Als Projekte sind verschiedene Formen von Wasserrädern bis hin zu Turbinen, Windräder sowie Solarduschen geplant.

Zusätzlich den oben genannten Kompetenzen erkennen die SchülerInnen die Möglichkeiten die Ihnen die Techniken der erneuerbaren Energie in Form von neuen Berufen und Wirtschaftszweigen in Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft bieten. Die am Projekt Beteiligten erhalten durch Vernetzung mit externen Fachleuten zusätzlichen Input in den Bereichen Fotovoltaik, Elektronik, Solar- und Steuerungstechnik. Die LehrerInnen entwerfen und bauen mit den SchülerInnen kleine Geräte und Maschinen, die fotovoltaisch betrieben werden (Handyladestation, Elektroauto, Glashausheizung….). Dies führt in weiterer Folge zu einem bewussten und selbstverständlichen Zugang zu alternativen Energieformen.

Das Projekt ist von Herbst 2010 bis Herbst 2011 geplant.

Montag, 14. Juni 2010

Wertschöpfung und Arbeitsplätze - Besuch in Güssing am 12.06.2010


Interessierte aus der Pyhrn-Priel Region sowie einige Gäste nahmen die Gelegenheit war und überzeugten sich Vorort von den umgesetzten Energie-Projekten in Güssing. Bei außergewöhnlich heißen Temperaturen, bis zu 34 Grad, vermittelte Herr Bürgermeister Bernhard Deutsch von der Gemeinde Strem, sehr gute Einblicke in die Energiewelt des ökoEnergielandes.

Beginnend mit einer Präsentation im Technologiezentrum über die Entwicklung von Güssing und der Ausgangssituation vor 20 Jahren, wurde dann das Biomassekraftwerk besichtigt. Hier werden Hackschnitzel vergast und das entstehende Gas in Strom und Wärme umgewandelt. Der Wirkungsgrad beträgt dabei bis zu 85 %. Daran angeschlossen sind eine innovative Methanierungsanlage sowie eine Anlage zur Erzeugung von Flüssiggas sowie eine eigene Gastankstelle. In einem angebauten Technologiezentrum arbeiten Forscher und Wissenschaftler aus aller Welt an der Weiterentwicklung der Holzvergasung.

Nach dem Mittagessen in der Gemeinde Strem wurde die Biogasanlage im Ort besichtigt. Die elektrische Leistung liegt bei 500 KW. Auffällig war die geringe Geruchsbelästigung. Die Anlage wird vorwiegend mit Mais und Gras betrieben. Der ausreagierte Biomasserest wird wieder auf die Felder in der Umgebung ausgebracht. Anschließend wurde die Fernwärme Urbersdorf besichtigt. Hier wird auch die Solarthermie parallel zu einem Hackschnitzl-Kessel genutzt. Es werden nur mehr vereinzelt Ölkessel betrieben. Der letzte Punkt der Tour war der Besichtigung der Solarschule. Im Rahmen des Gymnasiums wird hier eine einschlägige Ausbildung angeboten.

Das Modell Güssing ist für unsere Region sicher nicht direkt umsetzbar. Dennoch wurde klar, was mit Unternehmergeist und auch einer Portion Sturheit bei der Verfolgung von Visionen, realisiert werden kann. Die Vervierfachung der Kommunalsteuer, in 16 Jahren, sowie die Schaffung von ca. 1.100 Arbeitsplätzen, sprechen für sich.

Güssing ist bei Wärme (Haushalt und Industrie) zu 97 % autark und bei Strom (Haushalt und öffentliche Gebäude) zu 130 %.

Die Heimreise führte dann über eine sehr netten Buschenschank in der Nähe von Fürstenfeld wieder nach Hause.

Energieanalysen in der Gemeinde Klaus-Steyrling


Der erste Schritt zur Energieautarken Region ist – nach Sicherstellung der Finanzierung und dem Auftrag an Güssing – das Feststellen der Energiesituation in unseren Gemeinden.

Dafür ist es notwendig verschiedene Daten mittels Fragebögen zu erheben. Einer davon ist der Fragebogen für private Haushalte. Jede Gemeinde hat hier seinen eigenen Weg gefunden an diese Daten zu kommen.

Wir in der Gemeinde Klaus haben als Auftakt zwei Info-Veranstaltungen (Klaus und Steyrling) für die interessierte Bevölkerung abgehalten. Diese Veranstaltungen wurden in einem Gemeinderundschreiben angekündigt, in welchem auch der Sinn dieser Erhebungen erklärt wurde. Weiters wurde die Bevölkerung informiert, dass in den nächsten Wochen verschiedene Personen willkürlich Haushalte besuchen werden um die notwendigen Daten zu erheben. Wir haben bei unseren Hausbesuchen ein großes Interesse und ein teilweise umfassendes Wissen über alternative Energie und neuen Energiequellen feststellen können.

Beim Erheben der Haushaltsdaten wurden auch Landwirtschaften mit erhoben. Gewerbebetriebe sollen auch noch vom „Erhebungspersonal“ befragt werden. Hier sind allerdings eigene Fragebögen vorgesehen.
Die Gemeindedaten, kommunale Gebäude und Anlagen sowie Wirtschaftsdaten und die Erhebung über Organische Stoffe und dem Abfall werden von Gemeindebediensteten erhoben.

All diese Erhebungen sollten bis Ende Juni abgeschlossen sein. Danach kommt wieder unser Partner in Güssing zum Zuge. Hier werden alle von uns gesammelten Daten ausgewertet. Diese Ergebnisse werden den einzelnen Gemeinden mit Vorschlägen zur Energieoptimierung und möglichen sinnvollen Maßnahmen übergeben.

In der Gemeinde Klaus haben wir der Bevölkerung versprochen sie dann in Info Veranstaltungen über diese Auswertung in Kenntnis zu setzen.

Ing. Michael Kornek

Mittwoch, 21. April 2010

Einladung zur Fahrt nach Güssing


Fahrt nach Güssing am Samstag den 12.06.2010:

Die Abholungen sind ab 5 Uhr 30 an folgenden Stellen geplant:
Steyrer Brücke, Gasthof Kerbl; Klaus Bahnhof; Roßleithen, Gemeindeamt; Windischgarsten, Kirche; Spital am Pyhrn, Kirche;

ab 10 Uhr Besichtigungen in Güssing

Rückkehr: ca. 22:00 bei den jeweiligen Einstiegsstellen


Kostenbeitrag für Vereinsmitglieder: € 10,-
Für Nichtmitglieder: € 20,-

Anmeldungen bitte per Überweisung des Kostenbeitrages an das Vereinskonto.

Kontonummer: 65.995
Bankleitzahl: 34491
Kennwort: Güssing 2010

Mehr unter http://energieregion.blogspot.com/p/termine.html

Donnerstag, 8. April 2010

Auftaktveranstaltung - Energieautarke Region Pyhrn-Priel


„100 % lokale Energie“ – besser könnte man den Inhalt des Projektes „Energieautarke Region Pyhrn-Priel“, dessen Startschuss am kommenden Donnerstag, den 21. Jänner um 20.00 Uhr in der Höss Halle Hinterstoder fällt, nicht beschreiben. Denn bei dem Start der Energieanalysen aus und für die Region, geht es in erster Linie darum, die Ressourcen der Region aufzuzeigen und die bestmögliche Ausschöpfung zu definieren. Ob Wasser, Wind, Sonne oder Biomassen zahlreicher Art – unsere Region verfügt über umfangreiche Energieträger und –arten. Unsere Aufgabe: Diese auch dementsprechend zu nutzen! Denn mit Ausnahme einiger Hackschnitzelanlagen, können wir innerhalb der Region noch nichts wirklich Zählbares vorweisen. Vor allem der Energieträger Holz, aus welchem Methangas gewonnen werden soll, verspricht großes Potential – immerhin sind mehr als 50 Prozent der Region bewaldet! Helfen auch Sie mit, bei der Energieanalyse die derzeit genutzten Energieträger, den tatsächlichen Verbrauch und die anfallenden Kosten unter die Lupe zu nehmen. Denn für die Datenbeschaffung vor Ort ist es vor allem auch wichtig, touristische Betriebe mit ins Boot zu holen. Aufschlussreiche Fragen sind beispielsweise wie viel Heizöl ein Betrieb pro Jahr benötigt, wie hoch der Warmwasserverbrauch ist usw. Mit Hilfe des „Europäischen Zentrums für erneuerbare Energie Güssing“ soll es bis 2020 gelingen, Strom, Gas und Wärme für rund 11.000 Einwohner selbst zu erzeugen. Damit könnten wir nicht nur viele Arbeitsplätze innerhalb der Region schaffen, sondern uns auch gegen die Abhängigkeit fossiler Energie stemmen. Für Sie bedeutet die Teilnahme an der Abendveranstaltung, aktuellste Infos über das Projekt zu erhalten, aus erster Hand über Möglichkeiten der Beteiligung an diesem Prozess informiert zu werden und zu erfahren, welche Einsparungen erreicht werden können. In weiterer Folge erhalten Sie auch Informationen über Möglichkeiten, Maßnahmen und Ideen jeden einzelnen Betrieb zu verbessern. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Informationen: Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel, DI Leopold Postlmayr, Tel.: 0664/8516589, E-Mail: office@energieregion.eu