Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Mittwoch, 15. August 2012

E-Mobil-Pionier mit 78 Jahren

Franz Pernkopf, 78 Jahre, steigt um auf die umweltfreundliche, effiziente und leise E-Mobilität. Er hat sich als erste Privatperson in der Pyhrn-Priel-Region ein mehrspuriges E-Fahrzeug angeschafft.
"Das Elektrische hat mich schon immer interessiert“, begeistert berichtet Franz Pernkopf von seinen frühen, nicht ganz ungefährlichen, Versuchen mit Elektromotoren. Mit 75 Jahren bekam er zum Geburtstag ein E-Fahrrad von seinen Kindern geschenkt. Damit war er schon vor drei Jahren einer der Pionier in der Region.

Nun hat er sich seinen Traum erfüllt und einen Renault Twizy angeschafft. „Der Puch 500 von früher hatte auch ungefähr dasselbe Gewicht und 16 PS und wir sind zu viert auf den Großglockner gefahren“, erzählt Franz Pernkopf. Deshalb war es für ihn keine Schwierigkeit 8 kW Leistung angemessen zu finden. Einzig auf die fehlende Kupplung muss er sich noch einstellen. Das E-Mobil ist für kurze Strecken hervorragend geeignet. Die langen Strecken wird er nach wie vor mit dem Bus seines Sohnes bewältigen. Dafür darf sein Sohn das E-Mobil für seine kurzen Wege verwenden. Eine vorbildliche Lösung im Sinne der Effizienz, des Umweltgedankens und des Familienzusammenhaltes.

In der Region werden, bezogen auf die Landwirtschaft und die Haushalten, 40 % mehr Strom aus umweltfreundlicher Wasserkraft erzeugt als gebraucht wird. Die Region ist von den Ressourcen und der Infrastruktur gut auf die kommende E-Mobilität vorbereitet, wie auch das gut ausgebaute und kostenlose Netz an Stromtankstellen zeigt.

Foto Postlmayr: Franz Pernkopf mit seinem neu erstandenen E-Fahrzeug

Montag, 6. August 2012

Gratis-Tankkarte für die Pyhrn-Priel-Region

Windischgarsten, 03.08.2012. Fam. Frech holt sich die Gratistankkarte für die Pyhrn-Priel-Region.

Michaela und Stefan Frech aus Steinbach an der Steyr holten sich beim Klima- und Energiemanager Leopold Postlmayr Ihre Gratistankkarte für die 10 Stromtankstellen in der Pyhrn-Priel-Region persönlich ab. Die Familie Frech besitzt mehrere E-Fahrzeuge und ist begeistert von der sauberen und umweltfreundlichen E-Mobilität. Sie wollen e-mobil in unsere Region kommen und die verschiedenen Möglichkeiten der Erholung nutzen. Z. B. kann das E-Fahrzeug an der E-Zapfsäule am Hengstpass geladen werden, während man den Wasserklotz oder den Schwarzkogel erwandert. So ist die Rückfahrt mit dem E-Fahrzeug auch nach Linz gut möglich. Das Pyhrn-Priel-Gebiet, das Klima- und Energiemodellregion ist, ist seit Jahren Vorreiter in Sachen E-Mobilität. In Zuge dieser Bemühungen findet auch am 08. September 2012 die erste E-Rally statt. Dabei können vom E-Auto bis zum E-Bike alle elektrisch betriebenen Fahrzeuge teilnehmen.

Foto Postlmayr: Michaela und Stefan Frech mit Tankkarte vor der E-Zapfsäule in Roßleithen, einer der zehn Stromtankstellen in der Pyhrn-Priel-Region

Dienstag, 31. Juli 2012

Alte Dame zu neuem Leben erweckt

Engagierte Mitglieder des Vereines Energieautarke Region haben in Eigenregie eine Turbine von 1917 wieder zum Laufen gebracht. Die Francisturbine eines kleinen Wasserkraftwerkes in Vorderstoder war durch Frosteinwirkung stark beschädigt. Eine Reparatur, schien, nach Aussage von Experten schwierig und kostspielig. Helmut Schachinger vom Verein fand dennoch einen Weg für eine dauerhafte und dichte Lösung. Für alle überraschend war die Tatsache, dass der Erzeuger der Turbine, die Fa. Voith in St. Pölten, noch Zeichnungen von der Anlage zur Verfügung stellen konnte. Maga Iris und Dr. Martin Knittl-Frank mit Sohn Christian nahmen sich Zeit und befreiten das Staubecken von Geschiebe. Ein Schieber wurde durch die Lehrwerkstätte der Fa. Mark instand gesetzt. Zuletzt wurde ein neuer Einlaufkasten installiert. Nun läuft das Kleinkraftwerk schon wieder Monate und produziert Strom. Damit können 25 E-Bikes gleichzeitig aufgeladen werden. DI Martina Pichler, die Vorbesitzerin, übergab das Kleinkraftwerk mittlerweile dem Verein. Herzlichen Dank. Saubere Energie aus der Region für saubere Mobilität. Das nächste Ziel ist die Netzeinspeisung. Mit dieser Aktion konnte eine Menge an Erfahrungen für zukünftige Projekte gesammelt werden. Im Rahmen der Aktivitäten zur Klima- und Energiemodellregion sind sechs Kleinwasserkraftprojekte in der Vorprojektphase. Foto Postlmayr: Helmut Schachinger; Maga Iris und Dr. Martin Knittl-Frank freuen sich über das vollbrachte Werk

Samstag, 21. Juli 2012

LED in Hinterstoder

Hinterstoder, Juli 2012. Neues Beleuchtungskonzept auf LED-Basis bringt mehr Helligkeit und große Einspareffekte. Aufbauend auf einem vom Ortsplaner erstellten Beleuchtungskonzept wird nun der Dorfbereich mit modernen LED-Leuchten ausgestattet. Die großen Helligkeitsgewinne, bei gleichbleibenden Stromverbrauch auf der einen Seite, die Stromeinsparungen von über 90%, bei verbesserter Helligkeit, auf der anderen Seite, sowie die weitgehend Servicefreiheit der LED-Lampen, zeigen das Potential der neuen Technologie. So wurde bei der Umstellung von Leuchtstoffröhren bei den Anzeige-Pyllonen, auf nun regelbare, färbige LED-Strips, ca. 96 % Strom eingespart. In Zukunft entfällt auch der aufwendige Röhrentausch. Auch bei den Infotafeln konnte durch den Austausch der Lampen 81 % des Stromverbrauches eingespart werden.

Eröffnung der 7. Stromtankstelle auf höchster Ebene

Die 7. Stromtankstelle der Region Pyhrn-Priel wurde am 02.09.2011 auf höchste Ebene, nämlich am Hengstpass auf knapp 1.000 m Seehöhe im Beisein
von Bundesminister Nikolaus Berlakovich, dem bisher höchsten Besuch bei einer E-Zapfsäuleneröffnung, eröffnet. Mit dabei waren auch die Bürgermeister Peter Auerbach als Hausherr, Helmut Wallner aus Hinterstoder und Hans Feßl von Edlbach sowie Vizebürgermeisterin Marietta Metzker, Josef Mehler, Alexander Mehler mit seiner charmanten Gattin, Prokurist Ing. Hartmann Pölz vom Nationalpark Kalkalpen, Energiemanager Leopold Postlmayr sowie vielen Interessierten. Es ist dies die erste E-Zapfsäule im Nationalparkgebiet. Bürgermeister Auerbach berichtete in seiner Ansprache, dass es erst seit 5 Jahren Strom am Hengstpass gibt, aber jetzt bereits eine Stromtankstelle. Er ersuchte den Bundesminister im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen das Gebiet mit Mobilfunknetzen zu erschließen. Der Bundesminister wies auf die vielen Aktivitäten des Lebensministeriums hin, die letzten Endes die Energieautarkie Österreichs herbeiführen sollen und wünschte der Region in Ihren Bemühungen viel Erfolg.
Die Energie AG stellte Segways und E-Fahrräder für den Test zur Verfügung. Dieses Angebot wurde auch von den Anwesenden und auch vom Minister reichlich genutzt. Leider erreichte der E-Smart der Energie AG nicht sein Ziel, da er unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde. Gott sei Dank kam der Fahrer ohne Verletzungen davon. Die Energie AG stellt für 2 Jahre gratis 100 % Ökostom über die Firmentochter Enamo GmbH bereit. Die Fa. Mehler fühlt sich der Region sehr verbunden und stellt 10 hochwertige E-Zapfsäulen für die Region Pyhrn Priel zur Verfügung.
Die 9. E-Zapfsäuleneröffnung findet am 17. 09. um 14 Uhr in Vorderstoder statt.

Dienstag, 17. Juli 2012

Alle Hauptschulen mit Sonnenstrom

Im Rahmen des Landesförderprogrammes „PV macht Schule“ wurden nun die beiden Hauptschulen in Windischgarsten mit je 3 kWp Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Mittlerweile wurden schon insgesamt an die 400 kWh umweltfreundlicher Strom erzeugt. Dies ist an den Anzeigetafeln bei den Schulen zu sehen. Für Vorderstoder, Klaus und Steyrling, drei weiteren Volksschulen aus der Region, wurden bereits die Genehmigungen für die Errichtung der Anlagen erteilt. Damit übernehmen die Schulen eine Vorbildwirkung im Hinblick auf die Energiewende. Die Realisierung der Fotovoltaikanlagen ist auch eine logische Fortsetzung des abgeschlossenen Kinder- und Schulprojektes: „Pyhrn-Priel, Erneuerbare Energie für Generationen“. Mit diesem Projekt wurden über 800 Kinder und Jugendliche erreicht und für das Energiesparen und die Verwendung von erneuerbarer Energie sensibilisiert. Foto, HOL Harald Ströbitzer: SchülerInnen der HS1 feiern den Tag der Sonne und freuen sich über die Anlage.

Nahwärme Hinterstoder baut aus

Seit 1998 liefert die Nahwärme Hinterstoder eGen für ihre mittlerweile 29 Kunden im Ortskern von Hinterstoder Wärme aus regionalen Hackschnitzeln. 26 Land- und Forstwirte aus der Region betreiben die Anlage und liefern den Brennstoff. Dabei werden jährlich 260.000 l Heizöl und knapp 705.000 kg umweltschädigendes CO2 eingespart. Nach intensiven Untersuchungen wurde nun im Mai 2012 mit der Erweiterung des Nahwärmenetzes Richtung Mühlboden, Mitterstoder begonnen. Ursprünglich war ein 2. Heizwerk geplant. Untersuchungen ergaben jedoch, dass eine Verbindungsleitung zum bestehenden Heizwerk auf lange Sicht die kostengünstigere Variante ist. Derzeit werden die Nahwärmerohre verlegt. Im Oktober wird der Heizbetrieb aufgenommen. Die Anlage wird damit um 630 kW Anschlussleistung erweitert. Mit drei Öfen von 150 kW, für den Sommerbetrieb, bis zu 1350 kW gesamt für den Vollbetrieb im Winter, wird eine hohe Ausfallssicherheit und ein optimaler Wirkungsgrad bei unterschiedlichen Wärmebedarfsmengen erreicht. Das Heizwerk verfügt auch über ein eigenes Notstromaggregat, um bei Stromausfall den Betrieb sicher zu stellen. Mit der Erweiterung können zusätzlich über 100.000 l Heizöl und mehr als 320.000 kg Co2 jährlich eingespart werden. Neben dem Umweltschutz trägt diese Investition von mehr als einer halben Million Euro, zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung bei. Nach einer Darstellung des Biomasseverbandes, beträgt die verbleibende Wertschöpfung in Österreich durch Biomasseheizungen nahezu 100 % und bei Öl- oder Gasheizungen nur 41 %. Die jedes Jahr benötigten 6.000 Schüttraummeter Hackschnitzel werden zu mindestens 80 % von Bauern im Umkreis von weniger als 10 km geliefert. Die Kosten für die Verbraucher liegen um ca. 15 % unter denen einer vergleich- baren Ölheizung. Die Nahwärme Hinterstoder setzt somit einen weiteren großen Schritt in Richtung Energieautarkie. Foto Postlmayr: Obmann und Geschäftsführer Roland Ramsebner und Obmannstellvertreter Heinz Kohlmayr freuen sich über den Baufortschritt.