Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Montag, 3. September 2012

Energieautarkie im Modellflugsport

Roßleithen 25.08.2012. Obmann Daniel Antensteiner und seine Clubkameraden führen stolz Ihre elektrischen Hochleitungsflugmaschinen vor. Sie sind über 300 km/h schnell und werden autark mit Sonnenstrom betrieben.

Der Modellflugplatz ist wunderbar unmittelbar neben der Sonnwendvilla gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Drachenfluglandeplatz. Der Modellflugsport im Modellfliegerclub Windischgarsten wird in einer ganz besonders umweltfreundlichen und leisen Art und Weise betrieben.

Fotovoltaikpanele mit einer Leistung von 500 Wp am Dach der Clubhütte liefern die Energie für das aufregende Hobby des Modellfliegens. Eine Staplerbatterie im inneren der Hütte speichert den laufend produzierten Strom. Die Batterie ist in der Lage an die 400 Ah zuliefern. Das reicht dann für einen Tag mit Vollbetrieb, sagt Daniel Antensteiner. Auch das sogenannte 3D-Fliegen wurde vorgeführt. Dabei stehen die Modelle quasi in der Luft. Erst seitdem es leistungsstarke E-Antriebe gibt, ist diese Art des Fliegens überhaupt erst möglich, erklärt Helmut Lindbichler, der Kassier des Vereines.

Es wird freiwillig auf lärmende Modelle mit Verbrennungsmotoren verzichtet. Daher auch keine Geruchsbelästigung. Die Flugakkus haben Ladezeiten zwischen 10 und 30 Minuten. Die Leistungsfähigkeit der Modelle beindruckt. Ströme, mehr als 300 A (Wettbewerb) werden benötigt um ein Steigen von mehr als 60 m/s zu erreichen.

Anhand dieser Flugmodelle und deren laufende Weiterentwicklung, kann der kommende Fortschritt in der E-Mobilität erahnt werden. Der Modellflieger-Club ist damit ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz und zeigt, dass mit fortschrittlichen Technologien kein Abstrich beim Spassfaktor gemacht werden muss.

Foto: Antensteiner. V. l. Obmann Daniel Antensteiner, Helmut Stadler, Josef Degelsegger und Heinz Patzl.

Sonntag, 26. August 2012

Urlaub ohne Emissionen

HINTERSTODER. Michael Kraus aus Mödling macht mit Tochter, Sohn und einem Opel Ampera Urlaub in Hinterstoder. Durch das gut ausgebaute Netz an ökostromversorgten E-Zapfsäulen kann er sich e-mobil in der Region bewegen. Dies ist ganz im Sinne des technikbegeisterten HTL-Professors und seiner Kinder. Zum zweiten Mal macht Michael Kraus bereits Urlaub in Hinterstoder. Dieses Mal aber ist er mit einem Opel Ampera vom Plattensee angereist. Dieses Auto ist in der Lage, 80 km elektrisch zu fahren. Es hat auch einen Verbrennungsmotor an Bord, der aber nur in Verbindung mit einem Generator zur Stromerzeugung Verwendung findet. Angetrieben wird das Fahrzeug ausschließlich von einem Elektromotor. Da die E-Zapfsäulen in der Pyhrn-Priel-Region vorwiegend bei einladenden Gaststätten und Ausgangspunkten für schöne Wandertouren installiert sind, kann er die Stehzeiten des Autos an der Zapfsäule für Freizeitaktivitäten nutzen. So kann die E-Zapfsäule am Stiftsplatz in Spital am Pyhrn beispielsweise Ausgangspunkt für eine Drei-Hütten-Tour sein. Der Weg durch die Vogelgesangklamm zur Bosruckhütte und dann weiter zum Rohrauerhaus und über die Hofalm wieder zurück nach Spital dauert ca. 5 bis 6 Stunden. Bei der Ankunft am Stiftplatz ist dann das E-Auto wieder aufgeladen und steht für weitere leise und emissionsfreie Ausflüge zur Verfügung. Herr Michael Kraus hat sich eine Pyhrn-Priel Tankkarte besorgt und sich zur E-Rallye am 8. September 2012 angemeldet.

Mittwoch, 15. August 2012

E-Mobil-Pionier mit 78 Jahren

Franz Pernkopf, 78 Jahre, steigt um auf die umweltfreundliche, effiziente und leise E-Mobilität. Er hat sich als erste Privatperson in der Pyhrn-Priel-Region ein mehrspuriges E-Fahrzeug angeschafft.
"Das Elektrische hat mich schon immer interessiert“, begeistert berichtet Franz Pernkopf von seinen frühen, nicht ganz ungefährlichen, Versuchen mit Elektromotoren. Mit 75 Jahren bekam er zum Geburtstag ein E-Fahrrad von seinen Kindern geschenkt. Damit war er schon vor drei Jahren einer der Pionier in der Region.

Nun hat er sich seinen Traum erfüllt und einen Renault Twizy angeschafft. „Der Puch 500 von früher hatte auch ungefähr dasselbe Gewicht und 16 PS und wir sind zu viert auf den Großglockner gefahren“, erzählt Franz Pernkopf. Deshalb war es für ihn keine Schwierigkeit 8 kW Leistung angemessen zu finden. Einzig auf die fehlende Kupplung muss er sich noch einstellen. Das E-Mobil ist für kurze Strecken hervorragend geeignet. Die langen Strecken wird er nach wie vor mit dem Bus seines Sohnes bewältigen. Dafür darf sein Sohn das E-Mobil für seine kurzen Wege verwenden. Eine vorbildliche Lösung im Sinne der Effizienz, des Umweltgedankens und des Familienzusammenhaltes.

In der Region werden, bezogen auf die Landwirtschaft und die Haushalten, 40 % mehr Strom aus umweltfreundlicher Wasserkraft erzeugt als gebraucht wird. Die Region ist von den Ressourcen und der Infrastruktur gut auf die kommende E-Mobilität vorbereitet, wie auch das gut ausgebaute und kostenlose Netz an Stromtankstellen zeigt.

Foto Postlmayr: Franz Pernkopf mit seinem neu erstandenen E-Fahrzeug

Montag, 6. August 2012

Gratis-Tankkarte für die Pyhrn-Priel-Region

Windischgarsten, 03.08.2012. Fam. Frech holt sich die Gratistankkarte für die Pyhrn-Priel-Region.

Michaela und Stefan Frech aus Steinbach an der Steyr holten sich beim Klima- und Energiemanager Leopold Postlmayr Ihre Gratistankkarte für die 10 Stromtankstellen in der Pyhrn-Priel-Region persönlich ab. Die Familie Frech besitzt mehrere E-Fahrzeuge und ist begeistert von der sauberen und umweltfreundlichen E-Mobilität. Sie wollen e-mobil in unsere Region kommen und die verschiedenen Möglichkeiten der Erholung nutzen. Z. B. kann das E-Fahrzeug an der E-Zapfsäule am Hengstpass geladen werden, während man den Wasserklotz oder den Schwarzkogel erwandert. So ist die Rückfahrt mit dem E-Fahrzeug auch nach Linz gut möglich. Das Pyhrn-Priel-Gebiet, das Klima- und Energiemodellregion ist, ist seit Jahren Vorreiter in Sachen E-Mobilität. In Zuge dieser Bemühungen findet auch am 08. September 2012 die erste E-Rally statt. Dabei können vom E-Auto bis zum E-Bike alle elektrisch betriebenen Fahrzeuge teilnehmen.

Foto Postlmayr: Michaela und Stefan Frech mit Tankkarte vor der E-Zapfsäule in Roßleithen, einer der zehn Stromtankstellen in der Pyhrn-Priel-Region

Dienstag, 31. Juli 2012

Alte Dame zu neuem Leben erweckt

Engagierte Mitglieder des Vereines Energieautarke Region haben in Eigenregie eine Turbine von 1917 wieder zum Laufen gebracht. Die Francisturbine eines kleinen Wasserkraftwerkes in Vorderstoder war durch Frosteinwirkung stark beschädigt. Eine Reparatur, schien, nach Aussage von Experten schwierig und kostspielig. Helmut Schachinger vom Verein fand dennoch einen Weg für eine dauerhafte und dichte Lösung. Für alle überraschend war die Tatsache, dass der Erzeuger der Turbine, die Fa. Voith in St. Pölten, noch Zeichnungen von der Anlage zur Verfügung stellen konnte. Maga Iris und Dr. Martin Knittl-Frank mit Sohn Christian nahmen sich Zeit und befreiten das Staubecken von Geschiebe. Ein Schieber wurde durch die Lehrwerkstätte der Fa. Mark instand gesetzt. Zuletzt wurde ein neuer Einlaufkasten installiert. Nun läuft das Kleinkraftwerk schon wieder Monate und produziert Strom. Damit können 25 E-Bikes gleichzeitig aufgeladen werden. DI Martina Pichler, die Vorbesitzerin, übergab das Kleinkraftwerk mittlerweile dem Verein. Herzlichen Dank. Saubere Energie aus der Region für saubere Mobilität. Das nächste Ziel ist die Netzeinspeisung. Mit dieser Aktion konnte eine Menge an Erfahrungen für zukünftige Projekte gesammelt werden. Im Rahmen der Aktivitäten zur Klima- und Energiemodellregion sind sechs Kleinwasserkraftprojekte in der Vorprojektphase. Foto Postlmayr: Helmut Schachinger; Maga Iris und Dr. Martin Knittl-Frank freuen sich über das vollbrachte Werk

Samstag, 21. Juli 2012

LED in Hinterstoder

Hinterstoder, Juli 2012. Neues Beleuchtungskonzept auf LED-Basis bringt mehr Helligkeit und große Einspareffekte. Aufbauend auf einem vom Ortsplaner erstellten Beleuchtungskonzept wird nun der Dorfbereich mit modernen LED-Leuchten ausgestattet. Die großen Helligkeitsgewinne, bei gleichbleibenden Stromverbrauch auf der einen Seite, die Stromeinsparungen von über 90%, bei verbesserter Helligkeit, auf der anderen Seite, sowie die weitgehend Servicefreiheit der LED-Lampen, zeigen das Potential der neuen Technologie. So wurde bei der Umstellung von Leuchtstoffröhren bei den Anzeige-Pyllonen, auf nun regelbare, färbige LED-Strips, ca. 96 % Strom eingespart. In Zukunft entfällt auch der aufwendige Röhrentausch. Auch bei den Infotafeln konnte durch den Austausch der Lampen 81 % des Stromverbrauches eingespart werden.

Eröffnung der 7. Stromtankstelle auf höchster Ebene

Die 7. Stromtankstelle der Region Pyhrn-Priel wurde am 02.09.2011 auf höchste Ebene, nämlich am Hengstpass auf knapp 1.000 m Seehöhe im Beisein
von Bundesminister Nikolaus Berlakovich, dem bisher höchsten Besuch bei einer E-Zapfsäuleneröffnung, eröffnet. Mit dabei waren auch die Bürgermeister Peter Auerbach als Hausherr, Helmut Wallner aus Hinterstoder und Hans Feßl von Edlbach sowie Vizebürgermeisterin Marietta Metzker, Josef Mehler, Alexander Mehler mit seiner charmanten Gattin, Prokurist Ing. Hartmann Pölz vom Nationalpark Kalkalpen, Energiemanager Leopold Postlmayr sowie vielen Interessierten. Es ist dies die erste E-Zapfsäule im Nationalparkgebiet. Bürgermeister Auerbach berichtete in seiner Ansprache, dass es erst seit 5 Jahren Strom am Hengstpass gibt, aber jetzt bereits eine Stromtankstelle. Er ersuchte den Bundesminister im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen das Gebiet mit Mobilfunknetzen zu erschließen. Der Bundesminister wies auf die vielen Aktivitäten des Lebensministeriums hin, die letzten Endes die Energieautarkie Österreichs herbeiführen sollen und wünschte der Region in Ihren Bemühungen viel Erfolg.
Die Energie AG stellte Segways und E-Fahrräder für den Test zur Verfügung. Dieses Angebot wurde auch von den Anwesenden und auch vom Minister reichlich genutzt. Leider erreichte der E-Smart der Energie AG nicht sein Ziel, da er unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde. Gott sei Dank kam der Fahrer ohne Verletzungen davon. Die Energie AG stellt für 2 Jahre gratis 100 % Ökostom über die Firmentochter Enamo GmbH bereit. Die Fa. Mehler fühlt sich der Region sehr verbunden und stellt 10 hochwertige E-Zapfsäulen für die Region Pyhrn Priel zur Verfügung.
Die 9. E-Zapfsäuleneröffnung findet am 17. 09. um 14 Uhr in Vorderstoder statt.