Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Sonntag, 30. Juni 2013

Biomasseheizwerk in Windischgarsten

Windischgarsten, 08.05.2013. Nach mehreren Anläufen ist es nun soweit. Ein Biomasseheizwerk mit ca. 1, 4 MWh Heizleistung soll 2014 in Betrieb gehen. Damit werden an die 240.000 l Heizöl jährlich eingespart und Wertschöpfung in die Region gebracht, da die Anlage von Bauern aus der Region investiert, betrieben und mit regionaler Biomasse beliefert wird.
Die ersten Anfänge zur Realisierung eines Biomasseheizwerkes gehen auf das Jahr 2006 zurück. In den Jahren dazwischen gab es auch immer wieder Versuche tragfähig Projekte zu rechnen. Nun ist es, im Rahmen der Aktivitäten der Klima- und Energieregion Pyhrn-Priel, den Bauern aus der Region und dem Biomasseverband OÖ gelungen, eine umsetzungsreife Variante zu erarbeiten.

Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser anliefert. Es gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus bzw. muss gelagert werden. Schornsteine, und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt was als Wärme abgenommen wird.

Die Versorgungssicherheit mit Biomasse sucht seinesgleichen. Über 50 % der Fläche des Pyhrn-Priel-Gebietes sind mit Wald bedeckt. Momentan wird die dreifache Menge der für das zukünftige Heizwerk benötigten Menge an Hackschnitzel in andere Regionen transportiert und jedes Jahr wächst mehr des Brennstoffes nach.

Die Umsetzung des Heizwerkes stellt sicher, dass das Geld nicht ins Ausland fließt sondern in der Region bleibt. Das bewirkt eine Kaufkraftstärkung in der Region.

Das geplante Heizwerk soll am Ortsrand, in Zukunft gemeinsam mit anderen kommunalen Gebäuden, Richtung Gleinkersee errichtet werden. Es wird mit der modernsten Heiz- und Luftreinhaltetechnik ausgerüstet. Ein Heizungsstrang wird in Richtung Wohnbauten der WAG führen, ein zweiter über den Römerweg entlang der Schulen in den Ort, beim ehemaligen Gericht vorbei zum Kindergarten.

Obmann der bäuerlichen Genossenschaft ist Ing. Laurenz Stummer. Sein Stellvertreter Ing. Walter Aigner, der Ortsbauer von Windischgarsten.

Anfragen richten Sie bitte an
Ing. Laurenz Stummer Email: l.stummer@aon.at Tel.: +43 664 3510540

Foto: Symbolfoto HW Steegen, Postlmayr

Sonntag, 9. Juni 2013

Studenten aus Halle an der Saale auf Besuch in der Klima- und Energiemodellregion Pyhrn-Priel

Pyhrn-Priel, 30.05.2013. Studenten aus Halle an der Saale informierten sich eingehend über die Klima- und Energiemodellregion Pyhrn-Priel.
 
Bei der Präsentation im Rathaus von Windischgarsten wurde zu Beginn ein Überblick über die Modellregionen in Österreich gegeben und dann im Speziellen die Klima- und Energiemodellregion Pyhrn-Priel vorgestellt. Der Bogen reichte von den E-GEM-Aktivitäten über das regionale Umsetzungskonzept, das Kinder-und Schulprojekt „Erneuerbare Energie für Generationen“ bis zu den bereits realisierten Energieprojekten. Um 11 Uhr wurde dem Modellfliegerclub Windischgarsten, bei der Sonnwendvilla, ein Besuch abgestattet. Hier wird nur mit der Kraft der Sonne geflogen. Leider ließ das Wetter keine Vorführungen zu. Die solare Hackschnitzeltrocknung in Edlbach, als weitgehende Neuheit für die Studenten, wurde interessiert begutachten. Sichtlichen Eindruck machte auch das E-Tankstellennetz in der Region, das eine der höchsten Dichte in Österreich hat. Da die einzelnen Besichtigungspunkte mit dem E-Auto angefahren wurden, konnten sich einige Studenten von deren Praxistauglichkeit dieser Fahrzeuge selbst überzeugen. Beeindruckt war man auch von der ausserordentlichen Wirtschaftlichkeit des Trinkwasserkraftwerkes in Windischgarsten. Zum Abschluss wurde noch ein Haus besichtigt, bei dem die Energieautarkie Ziel bei der Realisierung war.

Die Studenten arbeiten an Konzepten zur wirtschaftlichen Belebungen von wirtschaftlich unterentwickelten Gebieten in Deutschland. Der Ausgangspunkt ihrer Besuchstouren war das SPES in Schlierbach.

Foto: Postlmayr

E-Auto Langstreckentest - 300 km an einem Tag

Windischgarsten, 28.05.2013. Dr. Jürgen Letschnik, 33 Jahre, holt sich seine Pyhrn-Priel Ladekarte ab. Die geplante Reise mit dem NISSAN LEAF führt Dr. Letschnik nach Linz, von wo er am selben Tag wieder zurück nach Gröbming/Stmk. fahren möchte.

„Als Raumfahrtingenieur und Wissenschaftler stehe ich neuen Technologien immer offen gegenüber, am besten lernt man diese kennen wenn man sie selbst testen kann“, berichtet Dr. Letschnik bei der Übergabe der Ladekarte. Die Reise Gröbming – Linz via Windischgarsten und zurück sieht Dr. Letschnik als Testfahrt an, um die Grenzen des NISSAN LEAF und der Infrastruktur der Ladestationen auszuloten. Seine Erfahrungen gibt er an Ladestationsbetreiber, Ladestations-plattformen und an NISSAN direkt weiter. Der wissenschaftliche Anspruch an die Reise veranlasste Dr. Letschnik zu einer Routenplanung mit genauer Berücksichtigung von Ladestationsstandorten und Höhenprofil der Route.

Ein erster Ladeversuch an der Ladestation in Windischgarsten ist erfolgreich, wie jener an der Ladestation in Klaus. Beide Male wurde die Wartezeit mit duftenden Kaffee und der passenden Mehlspeise versüßt. Von hieran sollte genug Batteriekapazität im NISSAN LEAF vorhanden sein, um die geplante Ladestation in Linz zu erreichen. Dennoch erwies sich die Fahrt nach Linz als Herausforderung und wurde mit einer Kilometerreserve von nur 15 km bei der geplanten Ladestation in der Stadt vorerst beendet. Nach der erforderlichen Ladezeit von 6 Stunden wurde die Rückfahrt angetreten. Die sorgfältig geplante Fahrt nach Gröbming wurde jedoch durch einen außerplanmäßigen Aufenthalt in Neuhofen/Krems komplett obsolet. Die Ladestation in Neuhofen/Krems war nicht verfügbar. Der Brunnenwirt stellte freundlicherweise eine Steckdose für eine Zwischenladung zur Verfügung. Die Weiterreise wurde zusätzlich durch die gesperrte Bahnunterführung in Rohr erschwert. Schließlich wurde das angepeilte Zwischenziel in Liezen um 23.00 Uhr erreicht, um nach einer Stunde Nachladung letztlich um 01.00 Uhr in Gröbming endlich am Ziel der Tagesreise angekommen zu sein.

Dr. Letschnik: „Eine genaue Routenplanung ist für eine derartige Streckendistanz unerlässlich, unvorhergesehene Ereignisse wie bei dieser Reise können durch die langen Ladezeiten zu erheblichen Reisezeitverlängerung führen, man sollte immer in gutes Buch im Handschuhfach dabei haben“

Foto Postlmayr: Dr. Letschnik mit seinem E-Fahrzeug den NISSAN LEAF.

Montag, 27. Mai 2013

Grüne Jobs für Frauen?

Erneuerbare Energien haben sich von einem Nischenprodukt zu einem der Leitmärkte der Zukunft entwickelt. Arbeitsmärkte der Zukunft entwickeln sich, aber Frauen steigen nur selten in die technikdominierte Branche ein.
Frauen sind in der Erneuerbaren Energiebranche rar vertreten. Dennoch gibt es sie, die Pionierinnen. Lernen Sie zwei davon kennen!

Die Physikerin Dr.in Karin Himmelbauer seit 12 Jahren bei Fronius und seit 2 Jahren im Bereich Innovation Management tätig und Frau DI.in Lisa Puttinger aus dem Bereich Forschung und Entwicklung bei PROFACTOR. Sie werden Ihre Sichtweisen und ihr Arbeitsfeld bei einem Workshop in der WK-Kirchdorf am 13. Juni 2013 ab 19:00 vorstellen. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen, Anmeldung per email unter: kranzl@studia-austria.com.

Das Projekt F_M Kleinbiogas (FAMOS) wird im Rahmen der Ausschreibung "FEMtech FTI-Projekte" des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

Sonntag, 28. April 2013

Sonnenkraft Pyhrn-Priel

Informationsabend am Freitag den 03. Mai 2013 im Kulturhaus Römerfeld um 20 Uhr.

Ziel des Projektes ist es, erneuerbaren Strom mit lokalen Ressourcen und mit möglichst hoher, regionaler Wertschöpfung zu erzeugen. Dabei sollen die Investitionswilligen der Region, die keine eigene Fotovoltaikanlage haben oder keine weiteren Fläche mehr dafür zur Verfügung stellen können, mit den Dachbesitzern zusammengebracht werden, die noch freie Flächen haben, derzeit aber nicht investieren wollen oder können. Damit können Geldanlagen in sinnvolle, lokale und transparente Projekte gemacht werden, die der Stärkung der Region dienen und das Klima schützen.

Es ist geplant im nächsten Jahr die Projekte zur Tarifförderung bei der ÖMAG einzureichen. Bei positivem Bescheid werden die Projekte ab März 2014 realisiert. Ab € 250 kann man sich beteiligen. Die Laufzeit beträgt 15 Jahre. Der Zinssatz für das eingesetzte Kapital beträgt jährlich 3,3 %. Die Zinsen werden am Ende jeden Jahres mit 1/15 des Kapitals ausbezahlt.

Foto: Klimafonds/Ringhofer

Sonntag, 14. April 2013

Fotovoltaikförderaktion des Klima- und Energiefonds für 2013

Seit 12.04.2013 gibt es die neue Investitionsförderaktion für Fotovoltaik bis 5 kW für Private. Es stehen 36 Mio. zur Verfügung. Damit können 24.000 Anlagen gefördert werden.

Die Förderpauschale für Anlagen auf dem Dach beträgt € 300 pro kWp. Für gebäudeintegrierte Anlagen gibt es € 400 pro kWp. Siehe auch Leitfaden anbei. Die Registrierung erfolgt unter www.pv2013.at.

Nach der Registrierung hat man 3 Monate Zeit zur Umsetzung. Die Antragstellung erfolgt erst nach der Errichtung der Anlage. D. h. man sollte eigentlich bei der Registrierung schon fertig für die Errichtung sein. Förderanträge, die nach Ablauf der 3-Monatsfrist eingereicht werden, werden für 2013 nicht mehr berücksichtigt.

Die Registrierung bzw. Einreichung ist bis zum 30.11.2013 möglich. Man kann unter http://www5.pv2013.at/download/pv2013aktuellezahlen.pdf  den aktuellen Stand des Fördertopfes sehen.

Foto: Klimafonds/Ringhofer