Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Montag, 16. Dezember 2013

Präsentation des E-Zapfsäulennetzes Pyhrn-Priel im Casino Baden

Baden 20.11.2013. Im Rahmen einer Schulung für 105 Klima- und Energiemodellregionenmanager aus ganz Österreich konnte das E-Zapfsäulennetz der Pyhrn-Priel Region vorgestellt werden. In Zusammenarbeit mit der Fa. Mehler konnte auch eine Zapfsäule ausgestellt werden.

Die Pyhrn-Priel-Region hat eines der dichtesten Netze, bezogen auf die Einwohner in ganz Österreich.

Wärme in Windischgarsten wird Bio

Windischgarsten, 12.12.2013 Nach mehreren Anläufen ist es nun soweit. Ein Biomasseheizwerk mit ca. 1, 8 MW Heizleistung soll 2014 in Betrieb gehen. Damit werden an die 340.000 l Heizöl, bzw. 920 t CO2, jährlich eingespart und Wertschöpfung in die Region gebracht. Die Anlage wird von Bauern aus der Region errichtet, betrieben und mit regionaler Biomasse beliefert. 

Am 25.10.2013 stimmte der Gemeinderat von Windischgarsten einstimmig für den Anschluss der Schulen, des Kindergartens, dem ehemaligen Gerichtsgebäude sowie des Kulturhauses an das zukünftige Biomasseheizwerk in Windischgarsten. Die Gemeinde stellt auch den Grund für die Errichtung des Heizhauses, mittels Bestandsvertrag, zur Verfügung. Mit diesem Beschluss wurden verantwortungsbewusst die Weichen für eine nachhaltige Zukunft mit erneuerbarer Energie gestellt.

Die ersten Anfänge zur Realisierung eines Biomasseheizwerkes gehen auf das Jahr 2006 zurück. In den Jahren dazwischen gab es auch immer wieder Versuche tragfähige Projekte zu rechnen. Nun ist es, im Rahmen der Aktivitäten der Klima- und Energieregion Pyhrn-Priel, den Bauern aus der Region und dem Biomasseverband OÖ gelungen, eine umsetzungsreife Variante zu erarbeiten.

Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser anliefert. Es gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus oder muss gelagert werden. Schornsteine, Anschaffungskosten und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt was als Wärme abgenommen wird.

Die Versorgungssicherheit bei Biomasse sucht seinesgleichen. Über 50 % der Fläche des Pyhrn-Priel-Gebietes sind mit Wald bedeckt. Momentan wird die dreifache Menge der für das zukünftige Heizwerk benötigten Menge an Hackschnitzel in andere Regionen transportiert und jedes Jahr wächst mehr des Brennstoffes nach.

Mit der Nutzung der heimischen Ressource Holz kommt Geld in die Region, das sonst ins Ausland abfließen würde. Der Euro bleibt bei uns und wird wieder sinnvoll investiert.

Obmann, der bäuerlichen Betreibergruppet in der Region, ist Ing. Laurenz Stummer. Sein Stellvertreter ist Ing. Walter Aigner, der Ortsbauernobmann von Windischgarsten. Der Betreibergemeinschaft gehören Bauern aus der Region an. Ing. Alois Voraberger von der Bioenergie OÖ eGen. wird, gemeinsam mit Ing. Laurenz Stummer, die Geschäfte des Heizwerkes in Windischgarsten führen. So können Synergien und Erfahrungen bei der Planung, der Umsetzung und beim Betrieb der Anlage genutzt werden. Die Bioenergie OÖ betreibt noch 20 andere Heizwerke in OÖ.

Seit Wochen laufen die Detailplanungen. Die Investitionssumme für das Heizwerk betragen ca. € 2,0 Mio. Es ist geplant die Aufträge für die Gewerke an lokale Unternehmen zu vergeben. Damit kann mit einem zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls gerechnet werden.

Die Wärmeversorgung wird im Herbst 2014 beginnen.

Die Anlage wird die größte Einzelanlage in der Region sein. In Hinterstoder, Vorderstoder, Roßleithen, Spital, Steyrling und in Rosenau werden seit Jahren Biomassefernwärmenetze mit eine Leistung von insgesamt knapp 2,5 MW betrieben.

Foto: Biomasseverband Oberösterreich Hr. Ing. Voraberger, geschäftsführender Vorstand der Bioenergie OÖ eGen und Ing. Laurenz Stummer, Obmann der bäuerlichen Betreibergruppe

Für Windischgarsten ist es ein Qualitätssprung in der Wärmeversorgung. 

Zitat Ing. Laurenz Stummer

Dienstag, 5. November 2013

Klima- und Energiemodellregionenmanagertreffen in Windischgarsten

Windischgarsten 24.10.2013. Die Klima- und Energiemodellregionenmanager von OÖ trafen sich zum Erfahrungsaustausch in Windischgarsten. Dabei wurden auch Umsetzungshighlights wie das Trinkwasserkraftwerk und ein energieautarkes Haus besichtigt. 

In OÖ gibt es 19 Klima- und Energiemodellregionen. Periodisch treffen sich die Manager zum Erfahrungsaustausch. Nach Berichten über die Aktivitäten in den einzelnen Regionen und einem Infoblock, informierte Frau Mag. (FH) Carina Giesbrecht von der Energie AG über die neuesten Trends bei den Fahrzeugen und beim Laden, sowie über Fördermöglichkeiten. Anschließend beleuchtete Herr Alexander Mehler, von der Fa. Mehler, die Situation aus der Sicht eines Herstellers von Ladestationen. Beim Marktbrunnen war eine E-Zapfsäule aufgebaut an der praktisch der Ladevorgang vorgeführt wurde. Mit dem in der EU mittlerweile einheitlich genormten Stecker (Typ2) ist es möglich, automatisch zu verriegeln, sodass ein unbefugtes Abziehen des Steckers verhindert wird. Durch Ladeleistungen von 11 und 22 kW können die Fahrzeuge schon in einer Stunde aufgeladen werden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde das Trinkwasserkraftwerk am Wurbauer besichtigt. Es spart der Gemeinde Windischgarsten pro Jahr mehrere zehntausend Euro an Stromkosten und ist praktisch wartungsfrei. Höhepunkt der Besichtigung war das arch-solar-haus, dass immer wieder wegen seine ausgezeichneten Lage, des besonderen Designs und der innovativen Technik begeistert.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Mit 0 % Emission durchs Stodertal - der Tälerbus fährt nun auch elektrisch

Hinterstoder, 26.09.2013. Seit einigen Tagen fährt der Tälerbus in Hinterstoder elektrisch. Harald Riedler von der Fa. Riedler-Reisen & Touristik GmbH, hat einen Vito-Bus mit 7 Sitzen in Betrieb genommen. 

„Wir wollen einen wesentlichen Beitrag zu einer intakten Umwelt leisten“. So begründet der Firmenchef Harald Riedler seinen Entschluss einen elektrisch betriebenen Bus an zu schaffen. Der mit grüner Farbe und mit Blumen auffällig gestaltete Bus kommt als „Tälerbus“ im Stodertal zum Einsatz.

In Österreich gibt es offensichtlich nur vier Busse dieser Art. Aufgrund des attraktiven Mobilitätskonzeptes in Hinterstoder wurde der Hersteller davon überzeugt den Bus nach Hinterstoder zu liefern obwohl er eigentlich schon für Holland vorgesehen war.

Mit einer Leistung von 60 kW und eine Reichweite von ca. 130 km eignete es sich besonders für die Kurzstrecke. Der Elektroantrieb hat österreichische Wurzeln, denn er stammt von der Fa. Magna.

„Derzeit ist es von der Wirtschaftlichkeit noch ein Nullsummenspiel. Wir fördern aber durch unseren Beitrag die Weiterentwicklung der E-Mobilität “, ist sich Harald Riedler sicher. Damit können in Zukunft die noch beträchtlichen Anschaffungspreise weiter fallen. Mit ca. € 5 Stromkosten auf 100 km ist der E-Bus schon heute um rund 50 % billiger als ein vergleichbares Dieselfahrzeug.

Touristen kommen nun emissionsfrei und fast lautlos zu und von den gewünschten Ausgangspunkten Ihrer Unternehmungen. Ein weiterer Meilenstein im Sinne der Nachaltigkeit in der Pyhrn-Priel-Region.

Samstag, 28. September 2013

Landesförderung für E-Autos ab 01.11.2013

Ab 1. November wird das Programm zur Markteinführung der Elektroautos starten. Dadurch wird eine Lücke geschlossen, die bisher Privatpersonen von der Förderung ausgeschlossen hat, da seitens des Umweltministeriums nur Wirtschaftstreibende und die öffentliche Hand beim Ankauf von Elektrofahrzeugen unterstützt wurden.

Das Energie-Ressort wird den Ankauf einen Elektroautos mit 1.500 Euro unterstützen. Dieses Programm wird befristet bis Ende 2014 aufgelegt und Ziel ist, auf diese Weise bis zu 1.000 Elektrofahrzeuge in den Verkehr in Oberösterreich zu implementieren.

Samstag, 21. September 2013

E-Rallye Pyhrn-Priel

Beinahe lautlos über Berg und Tal und das ohne Emissionen ist bis jetzt noch ein Minderheitenprogramm. Dennoch 48 Teams nahmen dieses Jahr an der E-Rallye Pyhrn-Priel am 14. September 2013 teil. Das ist beinahe eine Verdopplung der Teilnehmer gegenüber voriges Jahr. Aufgrund der großen Anzahl von neuen Fahrzeugen, die den in der EU genormten Stecker Typ 2 verwenden, stand dieses Mal das Schnellladen mit bis zu 22 kW im Vordergrund. Die Ladeausrüstung kam von Fa. Mehler. Ein E-Auto kann, bei entsprechender Ausrüstung, in 1h vollgeladen werden. Das ist eine wesentlich Verkürzung gegenüber dem Aufladen an einer Haushaltssteckdose mit 230 V.

An den Ladepunkten in der Steyrling und Hinterstoder wurden dafür große Leistungen an Ökostrom von der Energie AG bereit gestellt. So erbrachte eine einzelne Ladesäule mit vier Anschlüssen bis zu 40 kW. Der eigentliche Wettbewerb spielte sich beim Modellauto-, Seewayfahren und beim Spritsparsimulator des ÖAMTC , in Hinterstoder ab. Die besten drei ermittelten dann den Sieger mittels E-Kartrennen.

Mittwoch, 28. August 2013

Exklusive Elektrofahrzeug Förderungen für Unternehmen, Gemeinden und Vereine in der Region

Die Pyhrn-Priel-Region ist seit 2010 eine Klima- und Energiemodellregion und wird durch den Klima- und Energiefonds gefördert. 106 Regionen dieser Art gibt es in Österreich – diese sind gemeinsam mit Pyhrn-Priel Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Energiesparen. Der Modellregionenmanager initiiert und koordiniert vor Ort ganz konkrete Projekte. So sind z.B. die Projekte E-Zapfsäulen für jede Gemeinde oder das Nahwärmeprojekt Windischgarsten entstanden. Die Förderung durch den Klima- und Energiefonds ermöglicht jedoch nicht nur regionale Projekte, sondern eröffnet auch den Unternehmern und Unternehmerinnen unserer Region Möglichkeiten, exklusive Förderungen zu erhalten. Darunter fallen z.B. Fotovoltaik-Anlagen für öffentliche Gebäude, Mustersanierungen, oder die Förderung von E-Fahrzeugen. Diese Sonderförderung nur für Klima- und Energie Modellregionen gilt sowohl für Betriebe, Gemeinden als auch Vereine. Bis zu 4.000 Euro pro Fahrzeug werden gefördert und die Energie für die Fahrzeuge gibt es in Form einer geförderten PV-Anlage gleich dazu.

Die Einreichung ist noch bis 11.10. 2013 möglich. Für Informationen zu diesen Fördermöglichkeiten steht DI Leopold Postlmayr zur Verfügung.

Weitere Informationen unter: www.klimaundenergiemodellregionen.at und www.klimafonds.gv.at!

Foto: Tesla