Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Dienstag, 6. Mai 2014

Skilegende Hannes Trinkl: Bin stolz auf Holz

Sein 15-jähriges Bestehen feierte das Heizwerk Hinterstoder unter Obmann Roland Ramsebner im Rahmen des OÖ Biomassetages 2014 mit der Bevölkerung. Etliche Gäste begrüßte der Obmann des Biomasseverbandes OÖ, Ludwig Mayrhofer, und strich die Bedeutung der Biomasse für das Bundesland hervor. Die Highlights des Biomassetages waren: der Vortrag von Skilegende Hannes Trinkl, der als Waldbauer die vielseitigen Einsatzgebiete von Holz aufzeigte; die erstmalige Präsentation der Holzvergaser-Anlage von der Firma Fröling; KWK-Studie und Rechner des Biomasseverbandes OÖ.  

Verlässlicher Wärmelieferant  

„Wie stark wir von Öl und Gas abhängen, zeigt uns aktuell die Ukraine-Krise vor“, erklärte Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ, in seiner Festrede. „Wir sind mit der erneuerbaren Energie und der Biomasse auf dem richtigen Weg. Die Landwirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle und hat sich als verlässlicher Wärmelieferant in den vergangenen Jahrzehnten bewährt. Ziel ist die Energieautarkie. Hierzu brauchen wir auch KWK-Anlagen als Ergänzung.“

Umweltschutz und Wirtschaft 

„Ich wollte schon immer in den Wald. Diesen Traum habe ich mir vor einigen Jahren durch den Kauf eines Forstes auch verwirklicht“, schilderte der leidenschaftliche Waldbauer Hannes Trinkl in seinem Vortrag. Angefangen bei seinem Haus bis hin zu Schränken, Türen, Nachtkästchen und bei der eigenen Stückholzheizung setzt die Skilegende auf den Rohstoff Holz. Besonders stolz ist er auf die heimische Forstwirtschaft: „Ein Drittel der österreichischen Arbeitsplätze ist mit dem Wald verbunden. Forstliche Produkte sind mit dem Tourismus der Top-Devisenbringer. Umweltschutz und Wirtschaft optimal zu verbinden: Das kann nur die Forstwirtschaft. Wir machen mehr für das Klima, als viele andere zusammen. Darauf können wir stolz sein!“

Großes leisten im kleinen Leistungsbereich 

Einen Holzvergaser-Kessel für den kleinen Leistungsbereich präsentierte Fröling-Verkaufsleiter Prokurist Wolfgang Aichinger. Der im Containerformat angebotene Fröhling CHP hat eine elektrische Leistung von 50 kW. „Es sind ein paar Anlagen in Betrieb. Wir sind aber noch in der Optimierungsphase“, beschrieb Aichinger, denn ein derartiges Hightech-Gerät muss, um wirtschaftlich zu sein, mindestens zwischen 6.500 und 7.000 Stunden im Jahr in Betrieb sein. Es bedarf auch vom Betreiber einiges an Know-how, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Voraussetzung ist eine hohe Qualität der Hackschnitzel, die maximal 10 % Wassergehalt aufweisen dürfen.

Holzvergaser rechnet sich 

Auf großes Interesse stieß auch der KWK-Workshop. Das Team des Biomasseverbandes OÖ stellte die neue Holzvergaser-KWK-Studie samt Rechner für eine grobe Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Erweiterungsprojektes vor. Viele Heizwerke könnten mit geringem zusätzlichen Rohstoffbedarf auch Ökostrom produzieren. Der Einbau eines Holzvergasers rechnet sich. Schlüsselkriterien sind: Qualität, Verfügbarkeit und Preis des verwendeten Brennstoffes.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Mustersanierung

Für Bauherren, Planer und Berater von betrieblich und öffentlich genutzten Gebäuden. Die Einreichfrist läuft bis 24.10.2014.

Förderkriterien:
  • Maximale Förderhöhe ist € 800.000.- 
  • Anteil erneuerbare Energien mind. 80 % Gebäude muss vor 01.01.1994 errichtet worden sein 
  • PV bis 100 kWp wird gefördert 
  • Basisfördersatz: 45 %
    - Passivhaussanierung: +5 %
    - Plusenergiesanierung: +10 %
    - Nutzung v. Dämmstoffen mit österreichischen Umweltzeichen oder natur-plus +5 %
www.mustersanierung.at

Förderungen von Holzheizungen

Diese Aktion des österreichischen Klima- und Energiefonds gilt für Privatpersonen und läuft noch bis 01.12.2014.

Gefördert wird der Tausch von Zentralheizungskessel, die mit fossiler Energie betrieben werden und von elektrischen Nacht- oder Direktspeicheröfen.

  • Pro Kessel werden € 1.400.- gewährt. 
  • Pelletskaminöfen werden mit € 500.- gefördert. 
  • Mindestens 15 Jahre alte Holzkessel werden mit € 800.- gefördert. 
www.holzheizungen.klimafonds.gv.at 

Montag, 21. April 2014

Photovoltaikförderung 2014


Die Aktion des österreichischen Klima- und Energiefonds läuft seit 12.03.2014 und endet mit 15.12.2014.

Dieses Mal können nicht nur Private sondern auch Vereine, konfessionelle Einrichtungen und Firmen um die Förderung von Anlagen bis 5 kWp, die im Netzparallelbetrieb laufen, ansuchen.

Die Förderung beträgt für Freiflächen- und Aufdachanlagen € 275 und für gebäudeintegrierte Anlagen € 375 pro kWp.

http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/2014-2/photovoltaik-foerderaktion-2/

Foto: Postlmayr

Dienstag, 8. April 2014

KWK-Schwerpunkt am Biomassetag 2014

Nahwärme Hinterstoder feiert 15-jähriges Bestehen 

Der Biomasseverband Oberösterreich lädt am Samstag, 26. April 2014 zu seinem jährlich stattfindenden Biomassetag in die Höss-Halle nach Hinterstoder (Beginn 10:00 Uhr). Dieser steht heuer unter dem Motto „Kraft-Wärme-Kopplung – Strom und Wärme aus Holz“. Es werden in einem eigenen KWK-Workshop die neue Studie und der Wirtschaftlichkeits-Rechner vom Verband vorgestellt. Zusätzlich präsentiert die Firma Fröling erstmalig ihre Holzverstromungsanlage der Öffentlichkeit und steht den Besuchern Rede und Antwort. Als Ehrengäste werden LAbg. Bgm. HR Dr. Christian Dörfel und LAbg. Ulrike Schwarz begrüßt.

Strom und Wärme auf einen Streich 

Oberösterreich ist im Bereich der energetischen Biomassenutzung österreichweit führend. Mit 314 bäuerlichen Heizwerken beweisen die oberösterreichischen Landwirte, dass sie verlässliche Energieproduzenten sind. Viele Heizwerke könnten zusätzlich mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) im kleinen Leistungsbereich auch Ökostrom erzeugen und dies mit geringem zusätzlichen Rohstoffbedarf. Strom aus Biomasse ist ein weiterer zentraler Baustein der Energiewende und ein weiterer Schritt für die Versorgungssicherheit. Mit Biomasse kann rund um die Uhr Strom produziert werden, auch wenn Wind, Sonne und Wasserkraft einmal Pause machen, denn die gespeicherte Sonnenenergie im Holz ist jederzeit verfügbar.

Skilegende Hannes Trinkl als Gastreferent 

Die Nahwärme Hinterstoder feiert heuer ihr 15-jähriges Jubiläum und gleichzeitig die Eröffnung der Netzerweiterung Mühlboden. Das Heizwerk wird von 25 Landwirten betrieben und versorgt 39 Gebäude. Es werden dazu 5.500 Schüttraummeter Waldhackgut verwendet und damit jährlich 384.000 Liter Heizöl und 998 Tonnen CO2 eingespart. Am Nachmittag werden für Interessierte Heizwerksführungen angeboten. Auch ein Mobiler Heizcontainer der Firma MWS (Mobile-Wärme-Systeme) samt fachlicher Beratung wird vor Ort sein. Ein Highlight der Veranstaltung ist das Referat der Ski-Legende Hannes Trinkl zum Thema „Mein Arbeitsplatz Wald“.

Montag, 16. Dezember 2013

Präsentation des E-Zapfsäulennetzes Pyhrn-Priel im Casino Baden

Baden 20.11.2013. Im Rahmen einer Schulung für 105 Klima- und Energiemodellregionenmanager aus ganz Österreich konnte das E-Zapfsäulennetz der Pyhrn-Priel Region vorgestellt werden. In Zusammenarbeit mit der Fa. Mehler konnte auch eine Zapfsäule ausgestellt werden.

Die Pyhrn-Priel-Region hat eines der dichtesten Netze, bezogen auf die Einwohner in ganz Österreich.

Wärme in Windischgarsten wird Bio

Windischgarsten, 12.12.2013 Nach mehreren Anläufen ist es nun soweit. Ein Biomasseheizwerk mit ca. 1, 8 MW Heizleistung soll 2014 in Betrieb gehen. Damit werden an die 340.000 l Heizöl, bzw. 920 t CO2, jährlich eingespart und Wertschöpfung in die Region gebracht. Die Anlage wird von Bauern aus der Region errichtet, betrieben und mit regionaler Biomasse beliefert. 

Am 25.10.2013 stimmte der Gemeinderat von Windischgarsten einstimmig für den Anschluss der Schulen, des Kindergartens, dem ehemaligen Gerichtsgebäude sowie des Kulturhauses an das zukünftige Biomasseheizwerk in Windischgarsten. Die Gemeinde stellt auch den Grund für die Errichtung des Heizhauses, mittels Bestandsvertrag, zur Verfügung. Mit diesem Beschluss wurden verantwortungsbewusst die Weichen für eine nachhaltige Zukunft mit erneuerbarer Energie gestellt.

Die ersten Anfänge zur Realisierung eines Biomasseheizwerkes gehen auf das Jahr 2006 zurück. In den Jahren dazwischen gab es auch immer wieder Versuche tragfähige Projekte zu rechnen. Nun ist es, im Rahmen der Aktivitäten der Klima- und Energieregion Pyhrn-Priel, den Bauern aus der Region und dem Biomasseverband OÖ gelungen, eine umsetzungsreife Variante zu erarbeiten.

Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser anliefert. Es gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus oder muss gelagert werden. Schornsteine, Anschaffungskosten und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt was als Wärme abgenommen wird.

Die Versorgungssicherheit bei Biomasse sucht seinesgleichen. Über 50 % der Fläche des Pyhrn-Priel-Gebietes sind mit Wald bedeckt. Momentan wird die dreifache Menge der für das zukünftige Heizwerk benötigten Menge an Hackschnitzel in andere Regionen transportiert und jedes Jahr wächst mehr des Brennstoffes nach.

Mit der Nutzung der heimischen Ressource Holz kommt Geld in die Region, das sonst ins Ausland abfließen würde. Der Euro bleibt bei uns und wird wieder sinnvoll investiert.

Obmann, der bäuerlichen Betreibergruppet in der Region, ist Ing. Laurenz Stummer. Sein Stellvertreter ist Ing. Walter Aigner, der Ortsbauernobmann von Windischgarsten. Der Betreibergemeinschaft gehören Bauern aus der Region an. Ing. Alois Voraberger von der Bioenergie OÖ eGen. wird, gemeinsam mit Ing. Laurenz Stummer, die Geschäfte des Heizwerkes in Windischgarsten führen. So können Synergien und Erfahrungen bei der Planung, der Umsetzung und beim Betrieb der Anlage genutzt werden. Die Bioenergie OÖ betreibt noch 20 andere Heizwerke in OÖ.

Seit Wochen laufen die Detailplanungen. Die Investitionssumme für das Heizwerk betragen ca. € 2,0 Mio. Es ist geplant die Aufträge für die Gewerke an lokale Unternehmen zu vergeben. Damit kann mit einem zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls gerechnet werden.

Die Wärmeversorgung wird im Herbst 2014 beginnen.

Die Anlage wird die größte Einzelanlage in der Region sein. In Hinterstoder, Vorderstoder, Roßleithen, Spital, Steyrling und in Rosenau werden seit Jahren Biomassefernwärmenetze mit eine Leistung von insgesamt knapp 2,5 MW betrieben.

Foto: Biomasseverband Oberösterreich Hr. Ing. Voraberger, geschäftsführender Vorstand der Bioenergie OÖ eGen und Ing. Laurenz Stummer, Obmann der bäuerlichen Betreibergruppe

Für Windischgarsten ist es ein Qualitätssprung in der Wärmeversorgung. 

Zitat Ing. Laurenz Stummer