Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Sonntag, 13. Juli 2014

Kläranlage des RHV-Großraum Windischgarsten wird mit Strom von der Sonne betrieben.

Pyhrn-Priel, 10.07.2014. Die Gemeinschaftskläranlage der Gemeinden Edlbach, Roßleithen Rosenau, Spital am Pyhrn und Windischgarsten werden seit Dezember 2013 mit Strom von der Sonne betrieben. Eine 19, 5 kWp Photovoltaikanlage liefert dafür den Strom.

Die seit 1985 betriebene Anlage gilt als sehr effizient. Sie reinigt die Abwässer von bis zu 15.000 Einwohnern. Durch die kontinuierlichen Optimierungen und Verbesserungen liegt sie im Spitzenfeld vergleichbarer Anlagen. Im österreichweit stattfindenden Benchmark erreicht der RHV-Großraum Windischgarsten hinsichtlich Effizienz einen der vorderen Plätze, erklärt Günther Sulzbacher, der Betriebsleiter der Anlage.

Nun wurde ein weiterer Effizienz- und Umweltschritt gesetzt. Die jährliche benötigte Strommenge von 300 MWh wird nun bis zu 10 % durch die eigene Photovoltaikanlage erzeugt. Durch die permanent laufenden Pumpen, werden 100 % des erzeugten Stromes selbst verbraucht.

Die Investition wurde im Rahmen der Klima und Energiemodellregion Pyhrn-Priel von Bund und Land gefördert. Jedes Jahr können für kommunale Anlagen in der Pyhrn-Priel-Region bis zu 20KWp an Photovoltaikanlagen im Rahmen der Klima- und Energieregion gefördert werden. Die Förderrate liegt bei über 30 %.

Obwohl die Anlage Ost und West ausgerichtet ist, ist die Ertragseinbuße zu südlich ausgerichteten Anlagen nur gering.

Nicht nur ökologisch ist die Anlage ein sinnvolles Projekt, auch wirtschaftlich gesehen kann es bestehen. Renditen von mehr als 5 % werden erwartet.

Ein herzlicher Dank gilt auch dem Geschäftsführer der Anlage, Hrn. Amtsleiter Arthur Rohregger, der dieses Projekt von Anfang an tatkräftig unterstützte und trotz umfangreicher Umsetzungsschwierigkeiten zielorientiert die Realisierung vorantrieb.

Foto Postlmayr: RHV-Großraum Windischgarsten mit Betriebsleiter Günther Sulzbacher und Roland Patz

Sonntag, 6. Juli 2014

Sekretär Energieautarke Region Pyhrn-Priel bestand mit Auszeichnung Energieberaterausbildung

Pyhrn-Priel: Georg Habacher, Sekretär des Vereines Energieautarke Region Pyhrn-Priel, hat die Ausbildung zum Energieberater für Wohn- und Nicht-Wohngebäude mit Auszeichnung bestanden.

Er machte die Kurse zusätzlich zu seinem Beruf als Programmierer von Mitte September 2013 bis 05. Mai 2014.

Wie kam er zum Thema “Erneuerbare Energie”?

Auslöser war die thermische Sanierung seines Elternhauses. Er legte großen Wert auf einen möglichst hohen Anteil an ökologischen Dämmstoffen. Der Zeitaufwand für die Informationsbeschaffung betrug mehr als 100 Stunden. Über den Verein, Energieautarke Region Pyhrn-Priel, will er das Wissen der Region zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des Ge(c)ko (Gestaltungskompetenz) - Kurses hat er auch ein Strategiekonzept für die Region erstellt. Für die Umsetzung ist allerdings ein weiterer Experte im Bereich Energie notwendig. Durch besonderes Engagement und Eigeninitiative machte er die Ausbildung zum Energieberater auf eigene Kosten.

Seine Hobbies sind: wandern, klettern, Schi fahren, fotographieren

Sein Motto: Nichts ist unmöglich, so lange man es versucht.

Montag, 26. Mai 2014

SONNENSTROMPETITION – Freigrenze von 5 kWp auf 25 kWp angehoben

Am 21. Mai 2014 haben die beiden Regierungsparteien (ÖVP und SPÖ) ein Übereinkommen getroffen, dass 25.000 kWh bzw. 25 kWp von der Eigenverbrauchsabgabe ausgenommen sind. Damit sind über 90 Prozent der in Betrieb befindlichen Anlagen von der Eigenverbrauchsabgabe befreit. Das Gesetz soll noch im Juli im Parlament definitiv beschlossen werden. Die Steuerbefreiung gilt auch für Strom aus Kleinwasserkraft, Biogas, Biomasse und Windenergie.

Die Unterzeichner der Petition waren mit Sicherheit dafür ausschlaggebend, dass diese Forderung durchgeführt werden konnte. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Dienstag, 6. Mai 2014

Skilegende Hannes Trinkl: Bin stolz auf Holz

Sein 15-jähriges Bestehen feierte das Heizwerk Hinterstoder unter Obmann Roland Ramsebner im Rahmen des OÖ Biomassetages 2014 mit der Bevölkerung. Etliche Gäste begrüßte der Obmann des Biomasseverbandes OÖ, Ludwig Mayrhofer, und strich die Bedeutung der Biomasse für das Bundesland hervor. Die Highlights des Biomassetages waren: der Vortrag von Skilegende Hannes Trinkl, der als Waldbauer die vielseitigen Einsatzgebiete von Holz aufzeigte; die erstmalige Präsentation der Holzvergaser-Anlage von der Firma Fröling; KWK-Studie und Rechner des Biomasseverbandes OÖ.  

Verlässlicher Wärmelieferant  

„Wie stark wir von Öl und Gas abhängen, zeigt uns aktuell die Ukraine-Krise vor“, erklärte Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ, in seiner Festrede. „Wir sind mit der erneuerbaren Energie und der Biomasse auf dem richtigen Weg. Die Landwirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle und hat sich als verlässlicher Wärmelieferant in den vergangenen Jahrzehnten bewährt. Ziel ist die Energieautarkie. Hierzu brauchen wir auch KWK-Anlagen als Ergänzung.“

Umweltschutz und Wirtschaft 

„Ich wollte schon immer in den Wald. Diesen Traum habe ich mir vor einigen Jahren durch den Kauf eines Forstes auch verwirklicht“, schilderte der leidenschaftliche Waldbauer Hannes Trinkl in seinem Vortrag. Angefangen bei seinem Haus bis hin zu Schränken, Türen, Nachtkästchen und bei der eigenen Stückholzheizung setzt die Skilegende auf den Rohstoff Holz. Besonders stolz ist er auf die heimische Forstwirtschaft: „Ein Drittel der österreichischen Arbeitsplätze ist mit dem Wald verbunden. Forstliche Produkte sind mit dem Tourismus der Top-Devisenbringer. Umweltschutz und Wirtschaft optimal zu verbinden: Das kann nur die Forstwirtschaft. Wir machen mehr für das Klima, als viele andere zusammen. Darauf können wir stolz sein!“

Großes leisten im kleinen Leistungsbereich 

Einen Holzvergaser-Kessel für den kleinen Leistungsbereich präsentierte Fröling-Verkaufsleiter Prokurist Wolfgang Aichinger. Der im Containerformat angebotene Fröhling CHP hat eine elektrische Leistung von 50 kW. „Es sind ein paar Anlagen in Betrieb. Wir sind aber noch in der Optimierungsphase“, beschrieb Aichinger, denn ein derartiges Hightech-Gerät muss, um wirtschaftlich zu sein, mindestens zwischen 6.500 und 7.000 Stunden im Jahr in Betrieb sein. Es bedarf auch vom Betreiber einiges an Know-how, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Voraussetzung ist eine hohe Qualität der Hackschnitzel, die maximal 10 % Wassergehalt aufweisen dürfen.

Holzvergaser rechnet sich 

Auf großes Interesse stieß auch der KWK-Workshop. Das Team des Biomasseverbandes OÖ stellte die neue Holzvergaser-KWK-Studie samt Rechner für eine grobe Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Erweiterungsprojektes vor. Viele Heizwerke könnten mit geringem zusätzlichen Rohstoffbedarf auch Ökostrom produzieren. Der Einbau eines Holzvergasers rechnet sich. Schlüsselkriterien sind: Qualität, Verfügbarkeit und Preis des verwendeten Brennstoffes.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Mustersanierung

Für Bauherren, Planer und Berater von betrieblich und öffentlich genutzten Gebäuden. Die Einreichfrist läuft bis 24.10.2014.

Förderkriterien:
  • Maximale Förderhöhe ist € 800.000.- 
  • Anteil erneuerbare Energien mind. 80 % Gebäude muss vor 01.01.1994 errichtet worden sein 
  • PV bis 100 kWp wird gefördert 
  • Basisfördersatz: 45 %
    - Passivhaussanierung: +5 %
    - Plusenergiesanierung: +10 %
    - Nutzung v. Dämmstoffen mit österreichischen Umweltzeichen oder natur-plus +5 %
www.mustersanierung.at

Förderungen von Holzheizungen

Diese Aktion des österreichischen Klima- und Energiefonds gilt für Privatpersonen und läuft noch bis 01.12.2014.

Gefördert wird der Tausch von Zentralheizungskessel, die mit fossiler Energie betrieben werden und von elektrischen Nacht- oder Direktspeicheröfen.

  • Pro Kessel werden € 1.400.- gewährt. 
  • Pelletskaminöfen werden mit € 500.- gefördert. 
  • Mindestens 15 Jahre alte Holzkessel werden mit € 800.- gefördert. 
www.holzheizungen.klimafonds.gv.at 

Montag, 21. April 2014

Photovoltaikförderung 2014


Die Aktion des österreichischen Klima- und Energiefonds läuft seit 12.03.2014 und endet mit 15.12.2014.

Dieses Mal können nicht nur Private sondern auch Vereine, konfessionelle Einrichtungen und Firmen um die Förderung von Anlagen bis 5 kWp, die im Netzparallelbetrieb laufen, ansuchen.

Die Förderung beträgt für Freiflächen- und Aufdachanlagen € 275 und für gebäudeintegrierte Anlagen € 375 pro kWp.

http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/2014-2/photovoltaik-foerderaktion-2/

Foto: Postlmayr