Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Mittwoch, 30. Juli 2014

Nutzer und Konsumverhalten im neuen Licht-Im Herbst startet ein neues Schulprojekt.

Pyhrn-Priel, 17.07.2014. Mit Schulbeginn im Herbst 2014 startet nun bereits das zweite Schulprojekt zum Thema Effizienz und Energie. Die Projektkosten belaufen sich auf € 20.000 und werden durch den Klima- und Energiefonds im Rahmen der Klima- und Energieregion Pyhrn-Priel finanziert.

Das Nutzerverhalten kann besonders gut im Bereich der Beleuchtung sichtbar gemacht und analysiert werden. Es geht in dem Projekt "Nutzer- und Konsumverhalten in neuem Licht" darum, das Nutzerverhalten ins Bewusstsein zu rufen und Einsparungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bezüglich Konsumverhalten geht es darum, die Unterschiede zwischen regionalen Produkten und jenen mit langen Transportwegen sichtbar zu machen. Durch Licht (Beleuchtung) werden die Dinge erst sichtbar. Zusätzlich hat es auch direkte Auswirkungen auf den Menschen.

Teilnehmende Schulen sind:

• VS Rosenau, Rosenau 102, 4581 Rosenau am Hengstpass

• VS Mitterweng, Mitterweng 1, 4582 Spital am Pyhrn

• VS Vorderstoder, Vorderstoder 73, 4574 Vorderstoder

• HS1 Windischgarsten, Schulstraße 18, 4580 Windischgarsten

Foto Postlmayr: Kinder

Dienstag, 22. Juli 2014

Internationales Ampera-Volt Treffen

Pyhrn-Priel, 06.07.2014. Von 04.-06.07.2014 fand in der Pyhrn-Priel Region das internationale Ampera-Volt Treffen statt.

Von 4. bis 6. Juli fand in der Villa Sonnwend National Park Lodge in Roßleithen das dritte Jahrestreffen der Mitglieder des Ampera-Volt-Online-Forums www.opel-ampera-forum.de statt.

Höhepunkt des Treffens war die gemeinsame E-Auto-Ausfahrt durch die Pyhrn-Priel Region. Besondere Wertungen und Stationen sorgten für ausreichend Abwechslung. An den zahlreichen E-Tankstellen der Region konnten die Fahrer ihre Autos zwischenladen. Mit ein Highlight: Der Grillabend auf der Panoramaterrasse der Villa Sonnwend mit Schmankerln aus der Nationalpark Kalkalpen Region.

Organisator des Treffens war DI Michael Kraus aus Mödling. „Die interessanten Diskussionen, tollen Panoramastraßen, spektakulären Ausblicke und das dichte Netz an Ladestationen haben maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen“, so Kraus.

Foto Postlmayr: Ampera Volt Sonnwendvilla

Dienstag, 15. Juli 2014

Die Einspeisung von erneuerbaren Strom aus Photovoltaikanlagen in der Region Pyhrn-Priel hat sich von 2012 auf 2013 verdoppelt.

Pyhrn-Priel, 11.07.2014. Die Menge an eingespeisten, umweltfreundlichen Sonnenstrom hat sich im Jahre 2013 zu 2012 um mehr als 100 % gesteigert.

2012 wurden knapp 95.000 kWh ins öffentliche Netz eingespeist. 2013 wurden knapp 191.000 kWh geliefert. Das ist eine Steigerung von mehr als 100 %. Nicht mit berücksichtigt sind dabei der für den Eigenverbrauch erzeugte Strom.

Mit der Einspeisung von 2013 können umgerechnet knapp 40 Haushalte pro Jahr mit Strom versorgt werden, geht man vom Durchschnittsstromverbrauch pro Haushalt in 2013 aus.

Der Grund für die große Steigerung liegt bei der Investition in größere Anlagen. Besonders landschaftliche Betriebe, die große Dachflächen haben, nützten das Tarifmodell der ÖMAG und investierten in 20 kWp- und auch 50 kWp-Anlagen.

Die Steigerung ist bemerkenswert, da dies ohne besondere Förder- bzw. meinungsbildende Maßnahmen geschah. Dies ist ein Zeichen, dass der Gedanke des Klimaschutzes bzw. der Nutzung der regionalen Energieressourcen, schon sehr gut integriert ist.

Foto Postlmayr: PV Anlage

Sonntag, 13. Juli 2014

Kläranlage des RHV-Großraum Windischgarsten wird mit Strom von der Sonne betrieben.

Pyhrn-Priel, 10.07.2014. Die Gemeinschaftskläranlage der Gemeinden Edlbach, Roßleithen Rosenau, Spital am Pyhrn und Windischgarsten werden seit Dezember 2013 mit Strom von der Sonne betrieben. Eine 19, 5 kWp Photovoltaikanlage liefert dafür den Strom.

Die seit 1985 betriebene Anlage gilt als sehr effizient. Sie reinigt die Abwässer von bis zu 15.000 Einwohnern. Durch die kontinuierlichen Optimierungen und Verbesserungen liegt sie im Spitzenfeld vergleichbarer Anlagen. Im österreichweit stattfindenden Benchmark erreicht der RHV-Großraum Windischgarsten hinsichtlich Effizienz einen der vorderen Plätze, erklärt Günther Sulzbacher, der Betriebsleiter der Anlage.

Nun wurde ein weiterer Effizienz- und Umweltschritt gesetzt. Die jährliche benötigte Strommenge von 300 MWh wird nun bis zu 10 % durch die eigene Photovoltaikanlage erzeugt. Durch die permanent laufenden Pumpen, werden 100 % des erzeugten Stromes selbst verbraucht.

Die Investition wurde im Rahmen der Klima und Energiemodellregion Pyhrn-Priel von Bund und Land gefördert. Jedes Jahr können für kommunale Anlagen in der Pyhrn-Priel-Region bis zu 20KWp an Photovoltaikanlagen im Rahmen der Klima- und Energieregion gefördert werden. Die Förderrate liegt bei über 30 %.

Obwohl die Anlage Ost und West ausgerichtet ist, ist die Ertragseinbuße zu südlich ausgerichteten Anlagen nur gering.

Nicht nur ökologisch ist die Anlage ein sinnvolles Projekt, auch wirtschaftlich gesehen kann es bestehen. Renditen von mehr als 5 % werden erwartet.

Ein herzlicher Dank gilt auch dem Geschäftsführer der Anlage, Hrn. Amtsleiter Arthur Rohregger, der dieses Projekt von Anfang an tatkräftig unterstützte und trotz umfangreicher Umsetzungsschwierigkeiten zielorientiert die Realisierung vorantrieb.

Foto Postlmayr: RHV-Großraum Windischgarsten mit Betriebsleiter Günther Sulzbacher und Roland Patz

Sonntag, 6. Juli 2014

Sekretär Energieautarke Region Pyhrn-Priel bestand mit Auszeichnung Energieberaterausbildung

Pyhrn-Priel: Georg Habacher, Sekretär des Vereines Energieautarke Region Pyhrn-Priel, hat die Ausbildung zum Energieberater für Wohn- und Nicht-Wohngebäude mit Auszeichnung bestanden.

Er machte die Kurse zusätzlich zu seinem Beruf als Programmierer von Mitte September 2013 bis 05. Mai 2014.

Wie kam er zum Thema “Erneuerbare Energie”?

Auslöser war die thermische Sanierung seines Elternhauses. Er legte großen Wert auf einen möglichst hohen Anteil an ökologischen Dämmstoffen. Der Zeitaufwand für die Informationsbeschaffung betrug mehr als 100 Stunden. Über den Verein, Energieautarke Region Pyhrn-Priel, will er das Wissen der Region zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des Ge(c)ko (Gestaltungskompetenz) - Kurses hat er auch ein Strategiekonzept für die Region erstellt. Für die Umsetzung ist allerdings ein weiterer Experte im Bereich Energie notwendig. Durch besonderes Engagement und Eigeninitiative machte er die Ausbildung zum Energieberater auf eigene Kosten.

Seine Hobbies sind: wandern, klettern, Schi fahren, fotographieren

Sein Motto: Nichts ist unmöglich, so lange man es versucht.

Montag, 26. Mai 2014

SONNENSTROMPETITION – Freigrenze von 5 kWp auf 25 kWp angehoben

Am 21. Mai 2014 haben die beiden Regierungsparteien (ÖVP und SPÖ) ein Übereinkommen getroffen, dass 25.000 kWh bzw. 25 kWp von der Eigenverbrauchsabgabe ausgenommen sind. Damit sind über 90 Prozent der in Betrieb befindlichen Anlagen von der Eigenverbrauchsabgabe befreit. Das Gesetz soll noch im Juli im Parlament definitiv beschlossen werden. Die Steuerbefreiung gilt auch für Strom aus Kleinwasserkraft, Biogas, Biomasse und Windenergie.

Die Unterzeichner der Petition waren mit Sicherheit dafür ausschlaggebend, dass diese Forderung durchgeführt werden konnte. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Dienstag, 6. Mai 2014

Skilegende Hannes Trinkl: Bin stolz auf Holz

Sein 15-jähriges Bestehen feierte das Heizwerk Hinterstoder unter Obmann Roland Ramsebner im Rahmen des OÖ Biomassetages 2014 mit der Bevölkerung. Etliche Gäste begrüßte der Obmann des Biomasseverbandes OÖ, Ludwig Mayrhofer, und strich die Bedeutung der Biomasse für das Bundesland hervor. Die Highlights des Biomassetages waren: der Vortrag von Skilegende Hannes Trinkl, der als Waldbauer die vielseitigen Einsatzgebiete von Holz aufzeigte; die erstmalige Präsentation der Holzvergaser-Anlage von der Firma Fröling; KWK-Studie und Rechner des Biomasseverbandes OÖ.  

Verlässlicher Wärmelieferant  

„Wie stark wir von Öl und Gas abhängen, zeigt uns aktuell die Ukraine-Krise vor“, erklärte Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ, in seiner Festrede. „Wir sind mit der erneuerbaren Energie und der Biomasse auf dem richtigen Weg. Die Landwirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle und hat sich als verlässlicher Wärmelieferant in den vergangenen Jahrzehnten bewährt. Ziel ist die Energieautarkie. Hierzu brauchen wir auch KWK-Anlagen als Ergänzung.“

Umweltschutz und Wirtschaft 

„Ich wollte schon immer in den Wald. Diesen Traum habe ich mir vor einigen Jahren durch den Kauf eines Forstes auch verwirklicht“, schilderte der leidenschaftliche Waldbauer Hannes Trinkl in seinem Vortrag. Angefangen bei seinem Haus bis hin zu Schränken, Türen, Nachtkästchen und bei der eigenen Stückholzheizung setzt die Skilegende auf den Rohstoff Holz. Besonders stolz ist er auf die heimische Forstwirtschaft: „Ein Drittel der österreichischen Arbeitsplätze ist mit dem Wald verbunden. Forstliche Produkte sind mit dem Tourismus der Top-Devisenbringer. Umweltschutz und Wirtschaft optimal zu verbinden: Das kann nur die Forstwirtschaft. Wir machen mehr für das Klima, als viele andere zusammen. Darauf können wir stolz sein!“

Großes leisten im kleinen Leistungsbereich 

Einen Holzvergaser-Kessel für den kleinen Leistungsbereich präsentierte Fröling-Verkaufsleiter Prokurist Wolfgang Aichinger. Der im Containerformat angebotene Fröhling CHP hat eine elektrische Leistung von 50 kW. „Es sind ein paar Anlagen in Betrieb. Wir sind aber noch in der Optimierungsphase“, beschrieb Aichinger, denn ein derartiges Hightech-Gerät muss, um wirtschaftlich zu sein, mindestens zwischen 6.500 und 7.000 Stunden im Jahr in Betrieb sein. Es bedarf auch vom Betreiber einiges an Know-how, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Voraussetzung ist eine hohe Qualität der Hackschnitzel, die maximal 10 % Wassergehalt aufweisen dürfen.

Holzvergaser rechnet sich 

Auf großes Interesse stieß auch der KWK-Workshop. Das Team des Biomasseverbandes OÖ stellte die neue Holzvergaser-KWK-Studie samt Rechner für eine grobe Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Erweiterungsprojektes vor. Viele Heizwerke könnten mit geringem zusätzlichen Rohstoffbedarf auch Ökostrom produzieren. Der Einbau eines Holzvergasers rechnet sich. Schlüsselkriterien sind: Qualität, Verfügbarkeit und Preis des verwendeten Brennstoffes.