Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Sonntag, 14. Dezember 2014

Energiedetektivworkshop 4. Klassen HS Windischgarsten

Nach einer kurzen Vorstellung des Vortragenden (Ing. Georg Habacher, Sekretär) und des Vereins Energieautarke Region Pyhrn-Priel (kurz EARPP) ging es gleich richtig los.
Zu Beginn wurden die Begriffe autark (unabhängig, sich selbst versorgend), Spannung, Strom, Leistung, Arbeit und Stand-by geklärt.
Es folgte die Auflistung der „Stromerzeugungsmöglichkeiten“. Bis auf ein paar wenige Exoten wurden alle gefunden (z.B.: Piezokristall => Druck erzeugt elektrische Spannung). Verwunderung machte sich breit, als nach einem Fusionsreaktor gefragt wurde, der ihr Leben täglich maßgeblich beeinflusst. Die richtige Antwort darauf lautete Sonne.
Rasch wurden die einzelnen Räume eines Einfamilienhauses aufgezählt. Pro Raum durften die Schüler die dort vorkommenden Elektrogeräte nennen. Die Tafel füllte sich ziemlich schnell. Trotz der beiden ausklappbaren Teile wurde der Platz recht knapp. Schnell wurde den Jugendlichen klar, dass die Beleuchtung in jedem Raum vorkommt. Anschließend durften die Schüler ausgewählte Geräte als Klein-, Mittel- oder Großverbraucher einstufen. Dabei kam es zu ein paar Überraschungen. Bei der Frage: „Welcher Stromverbraucher bestimmt ständig euer Leben?“, machte sich Ratlosigkeit breit. Die richtige Antwort war: der menschliche Körper.
Anhand von mitgebrachten Geräten wurden die wichtigsten Angaben auf Typenschildern (für Elektrogeräte) besprochen. Es folgte eine Einführung in den Umgang mit Energiekostenmessgeräten. Wie man richtig misst, wurde ausführlich besprochen (inklusive Sonderfälle).
Im Anschluss wurde das Thema Energiebuchhaltung kurz behandelt. Es wird im weiteren Verlauf des Klimaschulenprojekts eine tragende Rolle bekommen. Effizienz und Wirtschaftlichkeit wurden mittels Rechenbeispielen näher gebracht (z.B.: Kosten für 1 Watt Stand-by pro Jahr; Fernseher (des Vortragenden): jährliche Betriebs- und Stand-by-Kosten, …).
Der Stand-by – Verbrauch aller Privathaushalte in Österreich betrug im Jahr 2013 knapp 7-mal die Jahresleistung des Kraftwerks Klaus. Alternativ müsste man knapp über 41 Prozent der Fläche Oberösterreichs mit Photovoltaik (PV) bedecken (bei 10m² pro 1kWh). Diese Werte überraschten - bei der Vorbereitung - sogar den Vortragenden.

Besonderen Dank gilt dem Direktor und den Lehrern der Hauptschule in Windischgarsten, die diese Workshops ermöglicht haben. Der Vortragende dankt den Schülern herzlich für ihre Mitarbeit.

Foto: Ing. Georg Habacher, Sekretär Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Energieworkshops in den Volksschulen

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Vortragenden (vom „Klimabündnis“) und der Schüler ging es in der Volksschule Vorderstoder gleich richtig los.
Schon nach wenigen Minuten stellte sich heraus, dass Ressourcenschonung für die Schüler der 3. und 4. Klasse schon durchaus ein Begriff ist.
Im Bereich Energie dominiert das Wissen über den elektrischen Strom. Die unterschiedlichen Energieträger wurden anhand einer Reise durch das „Energieland“ behandelt. Den einzelnen Energiequellen wurden leicht verständliche Namen zugeordnet (Saphira … Sonne, Willi … Wind, Walli … Wasser, Babsi … Biomasse, …).
Im Anschluss durften die Schüler in Kleingruppen die einzelnen Energieträger ihrer Beschreibung zuordnen.
Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, die Kinder möglichst aktiv einzubinden. In einem Ratespiel mussten den Geräuschen die passenden Elektrogeräte zugeordnet werden. Anschließend durften die Schüler alle Begriffe aus einer Wortschlage ihren jeweiligen Bildern zuordnen.

Ich (Ing. Georg Habacher) war vom Interesse und dem Vorwissen der Kinder absolut positiv überrascht. Von den Schülern wurden durchaus auch sehr anspruchsvolle Fragen gestellt. Ein Beispiel war: Wie funktioniert ein Fusionsreaktor?

Dieser Workshop wurde auch in den Volksschulen Rosenau am Hengstpass und Mitterweng durchgeführt.

Besonderen Dank gilt den Vortragenden (vom „Klimabündnis“) sowie den Direktoren und Lehrern, die diese Workshops ermöglicht haben.

Foto: Ing. Georg Habacher, Sekretär Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Nominierung für den Energy Globe Oberösterreich 2015

Am 7. November 2014 fand im Rahmen der Haus & Bau Messe Ried die Verleihung des Energy Globe Oberösterreich 2015 statt.

Das Projekt E-Tankstellennetz Pyhrn-Priel wurde in der Kategorie „Feuer“ nominiert. Angesichts der sehr starken Konkurrenz wurde es eine sehr knappe Entscheidung. Der Preis erwies sich dieses Jahr für uns als zu groß zum Mitnehmen.

Im Rahmen der Preisverleihung nutzte Ing. Georg Habacher die Gelegenheit, sich bei Landeshauptmann Josef Pühringer vorzustellen und seine Visitenkarte zu überreichen.

Im Anschluss daran nutzte der Sekretär die Möglichkeit, sich auf der Messe über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Foto: Ing. Georg Habacher, Sekretär Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Sonntag, 7. Dezember 2014

Fünf Jahre Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Pyhrn-Priel, 28.11.2014. Im Jahre 2009 wurde der Verein Energie-autarke Region Pyhrn-Priel mit dem Ziel heimische Energieressourcen zu nutzen, Energie zu sparen und das Klima zu schonen, gegründet. Am Freitag, den 28.11.2014 fand nun die fünfte Vollversammlung statt, in der auch Bilanz über die bisherige Arbeit gezogen wurde.

Der Verein wurde im Oktober 2009 gegründet. Der erste Präsident war Bezirkshauptmann Dr. Goppold. Seit mehr als. vier Jahren steht KommR. Ing. Rudolf Mark dem Verein als Präsident vor. Seit 2011 ist die Region Klima- u. Energiemodellregion. Bei der Vollversammlung am Freitag, den 28.11.2014, wurde Rückschau auf die bisherige Arbeit gehalten.

Als eines der Highlights kann sicher die Umsetzung des E-Tankstellennetzes gesehen werden. Es wurde mit großzügiger Unterstützung der Fa. Mehler und der Gemeinden realisiert. Es steht in jeder der neun Pyhrn-Priel-Gemeinden mindestens eine Stromtankstelle. Das Netz wird laufend erweitert und verbessert. Auch Firmen, wie die Fa. ETECH haben mittlerweile E-Tankstellen installiert. Der Strom wird kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung gestellt.

E-Auto Treffen wie das Internationale Ampera und Volttreffen fanden wegen der vorhandenen Infrastruktur in der Region statt. Auch die E-Rally ging bereits zum 3. Male mit Beteiligung namhafter Firmen und Vereine über die Bühne.

Als nächster Schritt im Rahmen der E-Mobilität wird ein E-Car-Sharing angedacht. Dabei sollen die E-Tankstellen als Standorte dienen. Es liegen bereits Konzepte vor.

Insgesamt wurden an die 444.000 € im Lauf der fünf Jahre in die Region in Form von Förderungen bzw. Sachzuwendungen eingebracht. Der Co-Finanzierungs- beitrag der Gemeinden lag bei 23.300 € und wurde zum Start der Energiemodellregion zur Verfügung gestellt. Damit wurden aus einem Euro der Gemeinden über neun Euro gemacht. Nach Inbetriebnahme des Biomasseheizwerkes in Windischgarsten wird seine jährliche Wertschöpfung für die Region bei über € 250.000 liegen.

Im Bereich der Wasserkraftwerke konnte leider seit 2011 kein neues Projekt auf den Weg gebracht werden. Der Grund liegt in der sehr restriktiven Auslegung des Naturschutzes. Im Vergleich zum Nachbarbundesland, der Steiermark, haben wir in unserer Region mit einem massiven Nachteil zu kämpfen.

Anders ist es bei Photovoltaikanlagen wo ein Boom in der Region feststellbar ist. So konnte die Einspeisung von Solarstrom von fast 95MWh (2012) auf 191MWh (2013) verdoppelt werden. Die Anzahl der Anlagen stieg um 55 %. Es werden jetzt immer größere Anlagen, besonders auf landwirtschaftlichen Dächern, installiert. Für 2015 ist auch geplant Bürgerbeteiligungsanlagen mit dem Genossenschaftsmodell der Nachbarmodellregion KEM Traun4tel umzusetzen. Diese sind vorwiegend für kommunale Dächer und als Eigenverbrauchsanlagen geplant.

Die zukünftige Generation steht im besonderen Blickpunkt bei der Klima und Energiemodellregion. Nach dem ersten Projekt, bei dem 800 Kinder involviert waren, wurde heuer ein weiteres Klimaschulenprojekt gestartet. Die Themen sind dieses Mal das Energiesparen, Nutzer- und Konsumverhalten sowie das Licht. Im Zuge des Projektes wird pro Schule auch ein Klassenzimmer nach dem letzten Stand der Lichttechnik ausgestattet. Weiters wird auch auf regionale Lebensmittel und deren Vorteile sowie Klimafreundlichkeit hingewiesen.

In der zweiten Phase der Klima- und Energiemodellregion werden neben den bereits erwähnten Projekten noch folgende Themen geplant:

-Energiesparen im Haushalt
-der weitere Ausbau der E-Tankstellen sowie die Umrüstung auf Typ2-Stecker
-die Realisierung von Kleinwasserkraftwerken
-der Aufbau eines Bildungszentrums
-der Aufbau eines Experimentiermuseum
-die Schaffung einer zentralen Infostelle für Förderungen
-ein zentrales Energiemonitoring für die Gemeinden
-die Erweiterung des Angebotes für regionale Energietouren
-die Vergabe einer Diplomarbeit zum Nachweis der Auswirkungen der KEM-Aktivitäten
-die Weiterentwicklung und Diversifizierung der Energiestammtische
-Unterstützung bei der Umsetzung von Contractingmodellen für LED Straßenbeleuchtungen
-sowie eine Heizungspumpentauschaktion

Energiespartipp:
Ein immer unterschätztes Thema ist der Standby-Verbrauch von Elektrogeräten. Laut Statistik Austria gab es 2013 3.705.000 Privathaushalte in Österreich. Ihr durchschnittlicher Stromverbrauch betrug 4187 kWh. Davon wurden 3,2% für Stand-by aufgewendet. Das Kraftwerk Klaus erzeugt 74 Mio. kWh/a. Man braucht allein fast 7 Kraftwerke der Größe von Klaus zur Abdeckung des jährlichen Standby-Verbrauchs in Österreich. Was kann man selber tun. Z. B. Steckleister mit Ausschalter installieren und täglich nur einschalten wenn Geräte gebraucht werden. Geräte, die nur sehr selten benötigt werden, nur bei Bedarf einstecken.

Foto: Postlmayr:

autark … unabhängig, sich selbst versorgend

Samstag, 22. November 2014

Die Initiative Sonnenhaus

Pyhrn-Priel, 16.11.2014. Am Freitag, den 28.11.2014, findet im Gasthof Schinagl in Klaus um 19 Uhr 30 ein Vortrag über die österreichische Initiative Sonnenhaus im Rahmen der alljährlichen Vollversammlung des Vereines „Energieautarke Region Pyhrn-Priel“ statt.

Der Verein fördert seit fünf Jahren den sparsamen Umgang mit Energie sowie die Nutzung der heimischen Energieressourcen wie Wasser, Holz und Sonne für die Energieerzeugung.

Vom Elektrotankstellennetz bis zu Photovoltaikanlagen, Biomasseheizwerke sowie Schulprojekten sind eine ganze Reihe von Punkten in Planung, Durchführung oder bereits verwirklicht.

Wie alljährlich, findet die Vollversammlung des Vereines Energieautarke Region im Gründungslokal (2009) im Gasthof Schinagl in Klaus an der Pyhrnbahn statt. Neben dem Tätigkeitsbericht wird Herr Peter Stockreiter zum Thema „Sonnenhaus, das Konzept der Zukunft“ einen Vortrag halten.

Foto: Ringhofer

Sonntag, 9. November 2014

Zweimal 3,7 kW Ladeleistung mit Typ2-Stecker beim Kulturhaus in Windischgarsten

Windischgarsten 07.11.2014. Die Ladestationen der A1-Telefonzelle beim Kulturhaus in Windischgarsten sind auf Typ2- und Schukostecker umgebaut worden.

Es stehen nun zwei Typ2-Stecker und zwei Schukostecker mit einer Ladeleistung von je 3,7 kW zur Verfügung. Die Aktivierung erfolgt wie früher mit Karte oder SMS. Eine Anleitung für den Tankvorgang befindet sich direkt an den Anlagen.

Damit gibt es in Windischgarsten bereits drei öffentlich zugängliche Stromtankstellen mit dem europäischen Normstecker für E-MobileTyp2. Die Anzahl der Typ2 Ansteckplätze erhöhte sich damit auf insgesamt 5. Die Anlagen werden ausschließlich mit Ökostrom versorgt. Die Stromabgabe ist derzeit noch kostenlos.

Foto Postlmayr: E-Tankstelle A1.

Dreimal 11 kW Ladeleistung rund um die Uhr

Windischgarsten 04.11.2014. An den Ladestationen der Fa. ETECH in Windischgarsten ist nun das Laden rund um die Uhr möglich.

Es stehen 2 Stationen mit drei Typ2-Steckern mit einer Ladeleistung von je 11 kW nun rund um die Uhr zur Verfügung. Für den Ladevorgang ist keine Karte notwendig. Die Tankstellen sind in 5 bis 10 min Gehzeit vom Ortszentrum aus erreichbar und befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Sportzentrum.

In Windischgarsten gibt es damit bereits drei öffentlich zugängliche Stromtankstellen. Die Anzahl der Ansteckplätze erhöhte sich damit auf insgesamt 13. Die Anlagen werden ausschließlich mit Ökostrom versorgt. Die Stromabgabe ist derzeit noch kostenlos.

Foto Postlmayr: E-Tankstelle ETECH.