Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Freitag, 20. März 2015

Lichtworkshops in den Volksschulen

Am 3. März fanden die Lichtworkshops in den Volksschulen Mitterweng und Rosenau am Hengstpass statt. Einen Tag darauf folgte die Volksschule Vorderstoder.

Der Vortragende, Ing. Georg Habacher, stellte sich kurz vor. Nach ein paar Worten zum Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel ging es gleich richtig los. Das Highlight des Workshops bildete die Vorführung der unterschiedlichen Leuchtmittel mit Hilfe des Leuchtmittelkoffers. Jedes Leuchtmittel wurde kurz erklärt und dann vorgeführt. Dabei wurde speziell darauf geachtet, für die Schüler leicht verständliche Namen zu verwenden (z.B.: Wolfi für die Glühbirne, wegen des Wolframglühfadens). Es wurde auch immer der jeweilige Fachbegriff erwähnt. Erstaunte Gesichter gab es, als die Schüler an einem LED-Leuchtstab eigenhändig dessen Wärmeentwicklung testen konnten. Ihre Hände blieben kühl.

Erstaunt war der Vortragende über das Interesse und Vorwissen der Schüler. Diese durften im Anschluss an die Leuchtmittelvorführung die farbigen Bilder der Leuchtmittel ausschneiden und ihrer jeweiligen Beschreibung zuordnen. Nach einer gemeinsamen Kontrolle wurden die Bilder aufgeklebt. Jedes Kind bekam eine Kurzinfo über den Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel und mehrere Leuchtmittel - Infofolder für seine Eltern mit.

Ing. Georg Habacher dankt den Schülern für ihr Interesse und ihre Mitarbeit sowie dem teilnehmenden Lehrpersonal für die Unterstützung. Besonderer Dank gilt Direktor Andreas Stallinger für die Farbkopien der Workshopunterlagen und Ing. Josef Schiffler (Schiffler Lichttechnik in Traun) für das kostenlose zur Verfügung stellen des Leuchtmittelkoffers.

Unser Vereinssekretär, Ing. Georg Habacher, hat den Lichtworkshop selbst zusammengestellt. Dieser bildet einen Teil des aktuell laufenden Klimaschulenprojekts.

Fotos: Ing. Georg Habacher

Strom durch Wind

Spital am Pyhrn 2015.02.26. Jetzt wird auch der Wind in der Pyhrn-Priel Region für die Stromerzeugung genutzt. Vorreiter ist die Fa. DTEC GmbH. Die Rotorblätter sind im gelb des Firmenlogos gehalten.

Die spezielle Konstruktion erlaubt es bereits ab 1,5 m/s Windgeschwindigkeit, elektrische Leistung abzugeben, erklärt Geschäftsführer Michael Dietl. Die Anlage ist sehr leise und produziert keinen Schattenschlag. Es gibt auch keine außen rotierenden Teile, die Mensch oder Tier gefährlich werden könnten.

Der Vorteil gegenüber einer Photovoltaikanlage ist die Chance auch in der Nacht oder bei, mit Wolken bedeckten Himmel, Strom erzeugen zu können. Vorausgesetzt, der Wind weht.

Der erzeugte Strom soll in der Firma verbraucht werden. DTEC ist ein international tätiger Full-Service Lieferant und bietet hochwertige Automatisierungs- und Maschinenbaulösungen. Die Wurzeln von DTEC sind in der Automotive Industrie zu suchen.

DTEC konnte durch Spezialisierung weltweit führendes Know-how aufbauen und dieses an die größten der Branchen zB. im Bereich Automobilindustrie, Weisswarenindustrie, Solarthermie und Photovoltaik weitergeben.

Für die derzeit in Bau befindliche Kundenanlage, ist unsere Halle eigentlich schon wieder zu klein….“, erklärt Michael Dietl. Diese Halle ist auch nach neuesten Erkenntnissen mit einer effizienten Wärmepumpe ausgestattet.

In Kürze soll es auch eine sogenannte „Solarblume“ geben, die weiteren umweltfreundlichen Strom erzeugen wird.

Damit ist der Betrieb Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie in der Region.

www.dtec.at

Foto: Michael Dietl

Freitag, 9. Januar 2015

Vereinssekretär spielt Weihnachtsengerl

Beamerübergabe an die Volksschulen Rosenau am Hengstpass und Vorderstoder am 22. 12. 2014.

Kurz vor Weihnachten wurde im Rahmen des aktuellen Klimaschulenprojekts den Volksschulen Rosenau am Hengstpass und Vorderstoder jeweils ein Beamer der Marke BENQ MW523 DLP überreicht. Sie gehen direkt in den Besitz der Volksschulen über. Bei der Auswahl wurde besonders Wert auf eine möglichst gute Qualität gelegt. Die Beamer dienen im Rahmen des Projekts zur Anzeige der Videos, die mit der bereits im Vorfeld überreichten Videokamera aufgezeichnet werden. Zusätzlich erhielt jede teilnehmende Schule jeweils 3 Energiekostenmessgeräte. Sie werden zur Sensibilisierung und Ausbildung der Schüler verwendet.

Fotos: Gisela Pernkopf (VS Rosenau), Georg Habacher (VS Vorderstoder)

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Windischgarsten setzt auf umweltfreundliche Biowärme

(Foto: Postlmayr, Obmann und Geschäftsführer mit Betreiber:)

Für Landesrat Max Hiegelsberger ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie.

WINDISCHGARSTEN. "Als Bürgermeister von Windischgarsten ist es mir eine besondere Ehre, einen weiteren Meilenstein in unserer langen Geschichte mit dem Spatenstich für das neue Biomasse-Heizwerk setzen zu dürfen", erklärt Ing. Norbert Vögerl beim Festakt am 18. Dezember. "Als Luftkurort setzen wir mit der neuen Biomasse-Nahwärmeanlage ein Zeichen für den Klimaschutz aber auch für unsere Region. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für Ihre Mühen und ihr Engagement."

2,5 Mio. Euro Investment

Die Bioenergie OÖ eGen wird das Heizwerk am Ortsrand errichten. Die Investitionssumme beträgt 2,5 Millionen Euro. Das Biomasseheizwerk hat eine Leistung von rund 1,8 MW. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2015. Bereits im nächsten Winter soll der Betrieb aufgenommen werden. Windischgarsten ist das 21. Heizwerk, das von der Bioenergie OÖ betrieben wird.

Weiche für nachhaltige Zukunft

Ende 2013 stimmte der Gemeinderat von Windischgarsten einstimmig für den Anschluss der Schulen, des Kindergartens, des ehemaligen Gerichtsgebäudes sowie des Kulturhauses an das künftige Biomasseheizwerk. "Mit diesem Beschluss wurden verantwortungsbewusst die Weichen für eine nachhaltige Zukunft mit erneuerbarer Energie gestellt. Das neue Heizwerk wird jährlich an die 340.000 l Heizöl ersetzen und damit 920 t CO2 einsparen. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region", schildert Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger stolz. "Mit diesem Projekt setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Energieautarkie. Das Land Oberösterreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Raumwärme- und Strombedarf ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen zu decken."

Regional versorgt

"Die ortsansässigen Bauern liefern regionale Biomasse, finanzieren mit der örtlichen Raiffeisenbank das Projekt und betreiben das Heizwerk", versichert Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker. "Die Versorgungssicherheit bei Biomasse sucht ihresgleichen. Über 50 % der Fläche des Pyhrn-Priel-Gebietes sind mit Wald bedeckt. Momentan wird die dreifache Menge der für das zukünftige Heizwerk benötigten Menge an Hackschnitzel in andere Regionen transportiert. Jedes Jahr wächst mehr Holz nach als genutzt wird."

Zahlreiche Vorteile

"Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser geliefert und somit gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus oder muss gelagert werden. Schornsteine, Anschaffungskosten und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt, was als Wärme abgenommen wird", zeigt Ing. Alois Voraberger, Geschäftsführender Vorstand der Bioenergie OÖ, die Vorteile einer Nahwärmeanlage auf. Voraberger wird gemeinsam mit Ing. Laurenz Stummer, Obmann der Nahwärme Windischgarsten und die lokale "treibende Kraft", die Geschäfte des neuen Heizwerkes führen. So werden Synergien und Erfahrungen bei der Planung, der Umsetzung und beim Betrieb der Anlage genutzt. Laurenz Stummer betont: "Mit der Nutzung der heimischen Ressource Holz kommt Geld in die Region, das sonst ins Ausland abfließen würde. Der Euro bleibt bei uns und wird wieder sinnvoll investiert." Der Großteil der Aufträge für die Gewerke wird an lokale Unternehmen vergeben, was zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls führt.

Daten des neuen Heizwerkes auf einen Blick:

Baubeginn: Frühjahr 2015
Bauherr: Bioenergie OÖ eGen
Investitionssumme: 2,5 Mio. Euro - Ausführungen durch oberösterreichische Firmen
Energieträger: Hackgut aus den Wäldern um Windischgarsten
Versorgung von: Öffentliche Einrichtungen, Banken, gemeinnützige Wohnbauten, private Häuser, Gewerbebetriebe, ...
Betreiber: Ing. Laurenz Stummer und Landwirte aus der Region
Planung, Projektierung: Technisches Büro des Biomasseverbandes OÖ
Ersatz von 340.000 Liter Heizöl-Äquivalent

Test: Biomasseverband OÖ

Sonntag, 14. Dezember 2014

Energiedetektivworkshop 4. Klassen HS Windischgarsten

Nach einer kurzen Vorstellung des Vortragenden (Ing. Georg Habacher, Sekretär) und des Vereins Energieautarke Region Pyhrn-Priel (kurz EARPP) ging es gleich richtig los.
Zu Beginn wurden die Begriffe autark (unabhängig, sich selbst versorgend), Spannung, Strom, Leistung, Arbeit und Stand-by geklärt.
Es folgte die Auflistung der „Stromerzeugungsmöglichkeiten“. Bis auf ein paar wenige Exoten wurden alle gefunden (z.B.: Piezokristall => Druck erzeugt elektrische Spannung). Verwunderung machte sich breit, als nach einem Fusionsreaktor gefragt wurde, der ihr Leben täglich maßgeblich beeinflusst. Die richtige Antwort darauf lautete Sonne.
Rasch wurden die einzelnen Räume eines Einfamilienhauses aufgezählt. Pro Raum durften die Schüler die dort vorkommenden Elektrogeräte nennen. Die Tafel füllte sich ziemlich schnell. Trotz der beiden ausklappbaren Teile wurde der Platz recht knapp. Schnell wurde den Jugendlichen klar, dass die Beleuchtung in jedem Raum vorkommt. Anschließend durften die Schüler ausgewählte Geräte als Klein-, Mittel- oder Großverbraucher einstufen. Dabei kam es zu ein paar Überraschungen. Bei der Frage: „Welcher Stromverbraucher bestimmt ständig euer Leben?“, machte sich Ratlosigkeit breit. Die richtige Antwort war: der menschliche Körper.
Anhand von mitgebrachten Geräten wurden die wichtigsten Angaben auf Typenschildern (für Elektrogeräte) besprochen. Es folgte eine Einführung in den Umgang mit Energiekostenmessgeräten. Wie man richtig misst, wurde ausführlich besprochen (inklusive Sonderfälle).
Im Anschluss wurde das Thema Energiebuchhaltung kurz behandelt. Es wird im weiteren Verlauf des Klimaschulenprojekts eine tragende Rolle bekommen. Effizienz und Wirtschaftlichkeit wurden mittels Rechenbeispielen näher gebracht (z.B.: Kosten für 1 Watt Stand-by pro Jahr; Fernseher (des Vortragenden): jährliche Betriebs- und Stand-by-Kosten, …).
Der Stand-by – Verbrauch aller Privathaushalte in Österreich betrug im Jahr 2013 knapp 7-mal die Jahresleistung des Kraftwerks Klaus. Alternativ müsste man knapp über 41 Prozent der Fläche Oberösterreichs mit Photovoltaik (PV) bedecken (bei 10m² pro 1kWh). Diese Werte überraschten - bei der Vorbereitung - sogar den Vortragenden.

Besonderen Dank gilt dem Direktor und den Lehrern der Hauptschule in Windischgarsten, die diese Workshops ermöglicht haben. Der Vortragende dankt den Schülern herzlich für ihre Mitarbeit.

Foto: Ing. Georg Habacher, Sekretär Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Energieworkshops in den Volksschulen

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Vortragenden (vom „Klimabündnis“) und der Schüler ging es in der Volksschule Vorderstoder gleich richtig los.
Schon nach wenigen Minuten stellte sich heraus, dass Ressourcenschonung für die Schüler der 3. und 4. Klasse schon durchaus ein Begriff ist.
Im Bereich Energie dominiert das Wissen über den elektrischen Strom. Die unterschiedlichen Energieträger wurden anhand einer Reise durch das „Energieland“ behandelt. Den einzelnen Energiequellen wurden leicht verständliche Namen zugeordnet (Saphira … Sonne, Willi … Wind, Walli … Wasser, Babsi … Biomasse, …).
Im Anschluss durften die Schüler in Kleingruppen die einzelnen Energieträger ihrer Beschreibung zuordnen.
Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, die Kinder möglichst aktiv einzubinden. In einem Ratespiel mussten den Geräuschen die passenden Elektrogeräte zugeordnet werden. Anschließend durften die Schüler alle Begriffe aus einer Wortschlage ihren jeweiligen Bildern zuordnen.

Ich (Ing. Georg Habacher) war vom Interesse und dem Vorwissen der Kinder absolut positiv überrascht. Von den Schülern wurden durchaus auch sehr anspruchsvolle Fragen gestellt. Ein Beispiel war: Wie funktioniert ein Fusionsreaktor?

Dieser Workshop wurde auch in den Volksschulen Rosenau am Hengstpass und Mitterweng durchgeführt.

Besonderen Dank gilt den Vortragenden (vom „Klimabündnis“) sowie den Direktoren und Lehrern, die diese Workshops ermöglicht haben.

Foto: Ing. Georg Habacher, Sekretär Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel