Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Windischgarsten setzt auf Biomasse

Landesrat Max Hiegelsberger: Ein Meilenstein für die Wertschöpfung der Gemeinde und der Region

Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase wurde am 16. September 2015 das neue Heizwerk in Windischgarsten eröffnet. Als 21. Heizwerk der Bioenergie OÖ wird das Werk von zehn Landwirten genossenschaftlich betrieben. Obmann und treibende Kraft des Projektes ist Ing. Laurenz Stummer. Der anwesende Landesrat Max Hiegelsberger lobte das Projekt: „Das Heizwerk ist ein Meilenstein für die Wertschöpfung der Gemeinde und der gesamten Region!“

Mutmacher Windischgarsten

„Es ist bei diesen billigen Ölpreisen zwar der schlechteste Zeitpunkt, ein Heizwerk zu eröffnen, doch es ist ein Bekenntnis der Gemeinde zur regionalen und umweltfreundlichen Energie. Jede Region wird sich in Zukunft überlegen müssen, ob das Billigste immer das Beste für sie ist. Deshalb braucht es Mutmacher wie die Gemeinde Windischgarsten. Und das Land unterstützt sie auf diesem Weg“, erklärte Hiegelsberger. „Die Biomasse-Nutzung hat viele Vorteile, eines wird aber oftmals vergessen: die Motivation für die Waldbesitzer, ihre Forste zu pflegen. Die Forst- und Holzwirtschaft ist auch weiterhin der größte Devisenbringer Österreichs – noch vor dem Tourismus.“

Nutzen wir das Holz!

„Wir müssen die Dinge selber in die Hand nehmen und auch im schwierigen Umfeld umsetzen“, ergänzte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ, Karl Grabmayr. „Überall wächst der Rohstoff Holz, wenn ich mich hier umsehe. Wir müssen ihn auch nutzen.“ „Dieses Heizwerk ist ein Friedensprojekt“, schilderte Ludwig Mayrhofer, Obmann des Biomasseverbandes OÖ. „Die fossilen Importe kommen aus politisch instabilen Regionen und bei uns wächst der Wald in die Ortschaften rein.“

Dank an Gemeinde

Der meist gelobte Mann des Tages war der Obmann Laurenz Stummer, der von einem steinigen Weg bis zur Finalisierung des Projektes sprach. „Wir haben so viele Ölheizer in der Region. Nun gibt es eine Alternative, die einen besseren Komfort und eine sichere Versorgung bietet“, so Stummer. Er bedankte sich bei der Gemeinde, insbesondere bei Bgm. Ing. Norbert Vögerl, Amtsleiter Arthur Rohregger und dem gesamten Gemeinderat, die zahlreiche öffentliche Gebäude angeschlossen hat und damit das Projekt erst ermöglichte. „Ohne die Unterstützung der Bioenergie OÖ hätten wir das Projekt nicht umsetzen können“, bedankte sich Stummer beim Geschäftsführer Ing. Alois Voraberger. Projektleiter Ing. Otto Leitner lobte alle Beteiligten für die außergewöhnlich kurze Bauzeit von 6 Monaten.

2,5 Mio. Euro-Investment

Die Bioenergie OÖ hat das Heizwerk am Ortsrand errichtet. Die Planung der Anlage erfolgte vom Technischen Büro des Biomasseverbandes OÖ. Die Investitionssumme beträgt 2,5 Millionen Euro. Der Großteil der Aufträge für die Gewerke wurde an lokale Unternehmen vergeben, was zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls in der Region führte. Das Biomasseheizwerk hat eine Leistung von rund 1,8 MW. Der Baubeginn war im Frühjahr 2015. Zehn ortsansässige Bauern liefern regionale Biomasse und betreiben das Heizwerk. Es wird jährlich an die 340.000 l Heizöl ersetzen und damit 920 t CO2 einsparen. „Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser geliefert und somit gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus oder muss gelagert werden. Schornsteine, Anschaffungskosten und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt, was als Wärme abgenommen wird“, zeigte Ing. Alois Voraberger die Vorteile einer Nahwärmeanlage auf.

Weitere Informationen und Bilder von der Eröffnungsfeier finden Sie unter www.biomasseverband-ooe.at

Bild 1: Das Biomasseheizwerk fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein.

Bild 2: Die Ehrengäste übernahmen die Patenschaft für die beiden Biomassekessel; v.l.: Pfarrer Dr. Gerhard Maria Wagner, BMV OÖ-GF Dipl.-Ing. Matthias Raschka, Bgm. Ing. Norbert Vögerl, Bioenergie-OÖ-GF Ing. Alois Voraberger, LR Max Hiegelsberger, Obmann Ing. Laurenz Stummer, Vizepräsident Karl Grabmayr, BMV OÖ-Obmann Ludwig Mayrhofer, Gemeindediakon Hubert Lösch

Donnerstag, 10. September 2015

Manager der Klima- und Energiemodellregionen (KEM) aus ganz OÖ treffen sich in Windischgarsten

Pyhrn-Priel, 03.09.2015. Die Klima- und Energiemodellregionen-manager trafen sich, nach 2011 und 2013 bereits zum 3. Mal in Windischgarsten. Als Treffpunkt wurde das nach dem neuersten Gesichtspunkten der Energieeffizienz ausgestattete Gebäude der Fa. ETECH ausgewählt.

Die Manager aus OÖ treffen sich mehrmals im Jahr zur Bearbeitung aktueller Themen und zum Erfahrungsaustausch. Das Treffen wird vom Klimabündnis OÖ organisiert und findet im Beisein von Mitarbeitern des Landes OÖ statt.

Neben den neuesten Förderprogrammen des Landes OÖ, gibt es auch einen intensiven Erfahrungsaustausch.

Als gutes Vorbild sind viele der KEM-Manager mit dem E-Auto und in Fahrgemeinschaften angereist. Die zwei Stromtankstellen mit Typ 2-Stecker und 11 kW Ladeleistung, direkt vor dem Haus, wurden zum Auftanken der Fahrzeuge benutzt. Die Anlagen liefern rund um die Uhr kostenlosen Ladestrom.

Der Geschäftsstellenleiter, Herr Reinhold Habersack führte durch das Haus und präsentierte die technischen Anlagen. Beeindruckend ist die Photovoltaikanlage mit 57 kWp, die die Basis für die Energieversorgung bildet. Neben einer Tageslicht abhängigen LED-Beleuchtung bis hin zum Stromspeicher, ist beinahe alles vorhanden, was nach neuesten Erkenntnissen in Sachen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit möglich ist.

Den Abschluss bildete ein Essen am Gleinkersee.

Foto Postlmayr: Klima- und Energiemodellregionenmanager aus OÖ

Plakat E-Rallye

Donnerstag, 13. August 2015

Die Einspeisung von erneuerbaren Strom aus Photovoltaikanlagen in der Region Pyhrn-Priel verdoppelt sich jährlich.

Pyhrn-Priel, 07.08.2015. Die Menge an eingespeisten, umweltfreundlichen Sonnenstrom, hat sich im Jahre 2014 zu 2013 nun bereits zum zweiten Mal verdoppelt.

2012 wurden knapp 95.000 kWh ins öffentliche Netz eingespeist. 2013 knapp 191.000 kWh geliefert. 2014 gab es nun wieder eine Verdopplung zum Vorjahr. Es wurden 399.600 kWh eingespeist. Nicht mitberücksichtigt ist dabei der für den Eigenverbrauch erzeugte Strom. Mittlerweile sind ca. 701kWp an Leistung, vorwiegend auf Dächern verbaut.

Bezogen auf 1000 Einwohner entspricht dies einer installierten Leistung von 64 kWp. Wird dieser Wert mit dem oberösterreichischen Spitzenwert, im Bezirk Grieskirchen von 269kWp verglichen, so hat die Entwicklung aber noch großen Spielraum nach oben.

Mit der Einspeisung von 2014 können umgerechnet knapp 80 Haushalte pro Jahr mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden.

Neben der Eigeninitiative der Bürger in der Region, begünstigen Bürgerbeteiligungsmodelle, wie z. B. das der Helios GmbH aus Freistadt oder der BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland eGen, den raschen Ausbau.

Foto Postlmayr: PV Anlage

Das Biomasseheizwerk in Windischgarsten ist vor der Fertigstellung

Windischgarsten, 31.07.2015. Die Gleichenfeier für das Biomasseheizwerk mit gesamt 1,75 MW Heizleistung ist erfolgt. Der 60.000 l Speicher wurde auch bereits an seinem Platz montiert. Der geplanten Inbetriebnahme für die kommende Heizperiode steht nur mehr wenig im Weg.

Die 2013 getroffene Entscheidung ein Biomasseheizwerk zu errichten, ist nun knapp vor der Realisierung. Die Leitungen der ersten Ausbaustufe sind fast fertig verlegt. Das Gebäude steht und ist bis auf den Farbanstrich fertiggestellt. Die Heizkessel, die Hackschnitzelzuführung und der Warmwasserspeicher wurden montiert.

Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser angeliefert. Es gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus bzw. muss gelagert werden. Schornsteine, und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt, was als Wärme abgenommen wird.

Die Versorgungssicherheit mit Biomasse sucht seinesgleichen. Über 50 % der Fläche des Pyhrn-Priel-Gebietes sind mit Wald bedeckt. Momentan wird die dreifache Menge der für das zukünftige Heizwerk benötigten Menge an Hackschnitzel in andere Regionen transportiert und jedes Jahr wächst mehr des Brennstoffes nach.

Die Umsetzung des Heizwerkes stellt sicher, dass das Geld nicht ins Ausland fließt sondern in der Region bleibt. Das bewirkt eine Kaufkraftstärkung in der Region.

Besonderer Dank sei dem Bürgermeister und den unterstützenden Gemeinderäten ausgesprochen, die mit Weitblick dieses Projekt unterstützten und für den Anschluss von Gemeindeobjekten an die Nahwärme stimmten.

Foto: DI Leopold Postlmayr

Donnerstag, 18. Juni 2015

Abschlussveranstaltung Klimaschulenprojekt „Nutzer- und Konsumverhalten in neuem Licht“

Kulturhaus Römerfeld (Windischgarsten) am 12. Juni 2015. Volks- und Hauptschüler präsentierten ihre Ergebnisse zu den Themen Nutzer- und Konsumverhalten in neuem Licht. Bürgermeister Gerhard Lindbichler (Vorderstoder) sprach den Schülern und Lehrern Dank und Anerkennung aus. Fachvorträge zu den Themen LED-Lichtplanung für Zuhause und Mitfahrnetzwerk „flinc“ rundeten das Programm ab.

Schüler der Volksschulen Mitterweng, Rosenau und Vorderstoder, sowie der Hauptschule 1 Kirchfeld waren am Klimaschulenprojekt beteiligt. Experimente mit dem Energiepraxiskoffer (Klimabündnis) und das Eis (Konditorei Thallinger) bildeten die Highlights der Abschlussveranstaltung. Von den Schülern gedrehte Videos lieferten Einblicke ins Projekt. Der Lebensmittelladen „Echt guad“ sorgte für ein ausgezeichnetes Buffet und Säfte aus der Region. Bürgermeister Gerhard Lindbichler (Vorderstoder) konnte alle Fragen zum Projekt beantworten. Dominik Aigner interviewte ein paar Schüler für das freie Radio B138. Fachvorträge von Ing. Josef Schiffler (LED-Lichtplanung für Zuhause) und Huber Zamut (Mitfahrnetzwerk flinc) rundeten das Programm ab.

Projektleiter Ing. Georg Habacher und KEM-Manager DI Leopold Postlmayr (Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel) bedankten sich bei den Schülern und Lehrern sehr herzlich für ihre Mitarbeit.

Foto: Ing. Georg Habacher

Mittwoch, 10. Juni 2015

Abschluss des Klimaschulenprojektes Pyhrn-Priel

Pyhrn-Priel, 08.06.2015. Am Freitag den 12. Juni 2015, von 14 bis 18 Uhr findet im Kulturhaus Römerfeld in Windischgarsten die Abschlussveranstaltung des Klimaschulenprojektes statt.

Kinder aus der Hauptschule I in Windischgarsten und aus den Volksschulen Vorderstoder, Rosenau und Mitterweng präsentieren ihre gewonnenen Erkenntnisse aus den Projekten. Neben Versuchen mit dem Energiepraxiskoffer, werden die Schüler auch die Verwendung von Energiemeßgeräten vorführen. Fotos und Filmen von den Aktivitäten und Exkursionen runden das Programm ab.

Für die Erwachsenen gibt es Fachvorträge über das Mitfahrnetzwerk flinc, über die Lichtplanung in Einfamilienhäuser sowie über regionale Lebensmittel.

Neben Eis für die Schüler gibt es zum Abschluss ein Buffet mit lokalen Spezialitäten für alle.

Foto: Ing. Georg Habacher