Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Montag, 18. April 2016

Erstes E-Taxi in der Pyhrn-Priel Region

Windischgarsten, 09.04.2016. Wir beglückwünschen Fa. Eckerstorfer zu Ihrem nagelneuen E-Taxi, einen Tesla Modell S 85.

Er wurde diese Woche in Betrieb genommen.
Mit seinen 328 PS ist es wohl auch eines der stärksten Taxis in der Region.
Die Fahrgäste können sich auf eine dynamische, leise und abgasfreie Fahrt freuen.

Fotos: DI Leopold Postlmayr

Dienstag, 5. Januar 2016

17.000 km im Jahr mit dem E-Bike – eine Pendleralternative zum Auto

Pyhrn-Priel, 29.12.2015. Siegfried Pernkopf, aus Vorderstoder, ist ein begeisterter E-Biker. 2015 fuhr er damit 17.000 km. Er benutzt es für seinen Arbeitsweg nach Kirchdorf und fährt bei jedem Wetter. Damit spart er pro Jahr mehr als 2.000 kg CO2. Gleichzeitig tut er etwas für seine Gesundheit.

Seit 10 Jahren fährt Siegfried Pernkopf E-Bike. Das erste Fahrrad wurde noch, in Ermangelung geeigneter Modelle, von einer Firma aus Gmunden auf Elektroantrieb umgebaut. Er ist mittlerweile mehr als 70.000 km damit gefahren. Das zweite E-Bike hat mittlerweile auch schon an die 50.000 km am Tacho.

„…Wenn man das E-Bike zum Pendeln benutzen möchte, sollte man doch mehr als eines besitzen, um Ersatz im Falle von Defekten zu haben…“ erklärt Siegfried Pernkopf.

Die Strecke nach Kirchdorf ist 36 km lang. Entsprechend ausgerüstet, kann bei jedem Wetter gefahren werden. Einzig bei rutschigen und eisigen Wetter muss das Auto benutzt werden.

Um auch in der Nacht gut gesehen zu werden, hat Siegfried Pernkopf vorne drei, sowie hinten zwei LED-Leuchten. Zusätzlich ist seine Jacke mit reflektierenden Leuchtstreifen ausgestattet.

Siegfried Pernkopf freut sich schon auf den Lückenschluss beim Radweg zwischen Klaus und St. Pankraz. Damit sollte der Weg dann noch viel sicherer werden. Dafür muss er aber noch bis 2018 warten.

Siegfried Pernkopf ist auch ein begeisterter Handwerker und Schnitzer. Eben gerade hat er eine Laube aus Zirbenholz für Paare fertiggestellt.

Fotos: Postlmayr

Dienstag, 27. Oktober 2015

Zwei neue Stromlademöglichkeiten in Hinterstoder

Hinterstoder 27.10.2015. Am großen Parkplatz in Hinterstoder, beim Kassengebäude, gibt es mittlerweile seit einigen Wochen die Möglichkeit Strom mit einer Leistung von11 und 22 kW zu tanken.

Die Wallboxen wurden vor etlichen Wochen montiert und sind bereits im Tankstellenverzeichnis, e-tankstellen-finder.com, zu finden. Ein Renault Zoe kann damit z. B. in einer guten Stunde geladen werden.

Die Anlagen wurden von der Energie AG installiert und haben Typ 2-Stecker. Das Stromtanken ist bis auf weiteres kostenlos.

Damit gibt es in der Pyhrn-Priel-Region bereits 6 E-Tankstellen mit Typ 2-Stecker im Leistungsbereich von 3,7 bis 22 kW.

Das ganze Ladenetz der Pyhrn-Priel-Region umfasst mittlerweile 15 Anlagen.

Foto: DI Leopold Postlmayr

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Windischgarsten setzt auf Biomasse

Landesrat Max Hiegelsberger: Ein Meilenstein für die Wertschöpfung der Gemeinde und der Region

Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase wurde am 16. September 2015 das neue Heizwerk in Windischgarsten eröffnet. Als 21. Heizwerk der Bioenergie OÖ wird das Werk von zehn Landwirten genossenschaftlich betrieben. Obmann und treibende Kraft des Projektes ist Ing. Laurenz Stummer. Der anwesende Landesrat Max Hiegelsberger lobte das Projekt: „Das Heizwerk ist ein Meilenstein für die Wertschöpfung der Gemeinde und der gesamten Region!“

Mutmacher Windischgarsten

„Es ist bei diesen billigen Ölpreisen zwar der schlechteste Zeitpunkt, ein Heizwerk zu eröffnen, doch es ist ein Bekenntnis der Gemeinde zur regionalen und umweltfreundlichen Energie. Jede Region wird sich in Zukunft überlegen müssen, ob das Billigste immer das Beste für sie ist. Deshalb braucht es Mutmacher wie die Gemeinde Windischgarsten. Und das Land unterstützt sie auf diesem Weg“, erklärte Hiegelsberger. „Die Biomasse-Nutzung hat viele Vorteile, eines wird aber oftmals vergessen: die Motivation für die Waldbesitzer, ihre Forste zu pflegen. Die Forst- und Holzwirtschaft ist auch weiterhin der größte Devisenbringer Österreichs – noch vor dem Tourismus.“

Nutzen wir das Holz!

„Wir müssen die Dinge selber in die Hand nehmen und auch im schwierigen Umfeld umsetzen“, ergänzte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ, Karl Grabmayr. „Überall wächst der Rohstoff Holz, wenn ich mich hier umsehe. Wir müssen ihn auch nutzen.“ „Dieses Heizwerk ist ein Friedensprojekt“, schilderte Ludwig Mayrhofer, Obmann des Biomasseverbandes OÖ. „Die fossilen Importe kommen aus politisch instabilen Regionen und bei uns wächst der Wald in die Ortschaften rein.“

Dank an Gemeinde

Der meist gelobte Mann des Tages war der Obmann Laurenz Stummer, der von einem steinigen Weg bis zur Finalisierung des Projektes sprach. „Wir haben so viele Ölheizer in der Region. Nun gibt es eine Alternative, die einen besseren Komfort und eine sichere Versorgung bietet“, so Stummer. Er bedankte sich bei der Gemeinde, insbesondere bei Bgm. Ing. Norbert Vögerl, Amtsleiter Arthur Rohregger und dem gesamten Gemeinderat, die zahlreiche öffentliche Gebäude angeschlossen hat und damit das Projekt erst ermöglichte. „Ohne die Unterstützung der Bioenergie OÖ hätten wir das Projekt nicht umsetzen können“, bedankte sich Stummer beim Geschäftsführer Ing. Alois Voraberger. Projektleiter Ing. Otto Leitner lobte alle Beteiligten für die außergewöhnlich kurze Bauzeit von 6 Monaten.

2,5 Mio. Euro-Investment

Die Bioenergie OÖ hat das Heizwerk am Ortsrand errichtet. Die Planung der Anlage erfolgte vom Technischen Büro des Biomasseverbandes OÖ. Die Investitionssumme beträgt 2,5 Millionen Euro. Der Großteil der Aufträge für die Gewerke wurde an lokale Unternehmen vergeben, was zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls in der Region führte. Das Biomasseheizwerk hat eine Leistung von rund 1,8 MW. Der Baubeginn war im Frühjahr 2015. Zehn ortsansässige Bauern liefern regionale Biomasse und betreiben das Heizwerk. Es wird jährlich an die 340.000 l Heizöl ersetzen und damit 920 t CO2 einsparen. „Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser geliefert und somit gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus oder muss gelagert werden. Schornsteine, Anschaffungskosten und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt, was als Wärme abgenommen wird“, zeigte Ing. Alois Voraberger die Vorteile einer Nahwärmeanlage auf.

Weitere Informationen und Bilder von der Eröffnungsfeier finden Sie unter www.biomasseverband-ooe.at

Bild 1: Das Biomasseheizwerk fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein.

Bild 2: Die Ehrengäste übernahmen die Patenschaft für die beiden Biomassekessel; v.l.: Pfarrer Dr. Gerhard Maria Wagner, BMV OÖ-GF Dipl.-Ing. Matthias Raschka, Bgm. Ing. Norbert Vögerl, Bioenergie-OÖ-GF Ing. Alois Voraberger, LR Max Hiegelsberger, Obmann Ing. Laurenz Stummer, Vizepräsident Karl Grabmayr, BMV OÖ-Obmann Ludwig Mayrhofer, Gemeindediakon Hubert Lösch

Donnerstag, 10. September 2015

Manager der Klima- und Energiemodellregionen (KEM) aus ganz OÖ treffen sich in Windischgarsten

Pyhrn-Priel, 03.09.2015. Die Klima- und Energiemodellregionen-manager trafen sich, nach 2011 und 2013 bereits zum 3. Mal in Windischgarsten. Als Treffpunkt wurde das nach dem neuersten Gesichtspunkten der Energieeffizienz ausgestattete Gebäude der Fa. ETECH ausgewählt.

Die Manager aus OÖ treffen sich mehrmals im Jahr zur Bearbeitung aktueller Themen und zum Erfahrungsaustausch. Das Treffen wird vom Klimabündnis OÖ organisiert und findet im Beisein von Mitarbeitern des Landes OÖ statt.

Neben den neuesten Förderprogrammen des Landes OÖ, gibt es auch einen intensiven Erfahrungsaustausch.

Als gutes Vorbild sind viele der KEM-Manager mit dem E-Auto und in Fahrgemeinschaften angereist. Die zwei Stromtankstellen mit Typ 2-Stecker und 11 kW Ladeleistung, direkt vor dem Haus, wurden zum Auftanken der Fahrzeuge benutzt. Die Anlagen liefern rund um die Uhr kostenlosen Ladestrom.

Der Geschäftsstellenleiter, Herr Reinhold Habersack führte durch das Haus und präsentierte die technischen Anlagen. Beeindruckend ist die Photovoltaikanlage mit 57 kWp, die die Basis für die Energieversorgung bildet. Neben einer Tageslicht abhängigen LED-Beleuchtung bis hin zum Stromspeicher, ist beinahe alles vorhanden, was nach neuesten Erkenntnissen in Sachen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit möglich ist.

Den Abschluss bildete ein Essen am Gleinkersee.

Foto Postlmayr: Klima- und Energiemodellregionenmanager aus OÖ

Plakat E-Rallye

Donnerstag, 13. August 2015

Die Einspeisung von erneuerbaren Strom aus Photovoltaikanlagen in der Region Pyhrn-Priel verdoppelt sich jährlich.

Pyhrn-Priel, 07.08.2015. Die Menge an eingespeisten, umweltfreundlichen Sonnenstrom, hat sich im Jahre 2014 zu 2013 nun bereits zum zweiten Mal verdoppelt.

2012 wurden knapp 95.000 kWh ins öffentliche Netz eingespeist. 2013 knapp 191.000 kWh geliefert. 2014 gab es nun wieder eine Verdopplung zum Vorjahr. Es wurden 399.600 kWh eingespeist. Nicht mitberücksichtigt ist dabei der für den Eigenverbrauch erzeugte Strom. Mittlerweile sind ca. 701kWp an Leistung, vorwiegend auf Dächern verbaut.

Bezogen auf 1000 Einwohner entspricht dies einer installierten Leistung von 64 kWp. Wird dieser Wert mit dem oberösterreichischen Spitzenwert, im Bezirk Grieskirchen von 269kWp verglichen, so hat die Entwicklung aber noch großen Spielraum nach oben.

Mit der Einspeisung von 2014 können umgerechnet knapp 80 Haushalte pro Jahr mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden.

Neben der Eigeninitiative der Bürger in der Region, begünstigen Bürgerbeteiligungsmodelle, wie z. B. das der Helios GmbH aus Freistadt oder der BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland eGen, den raschen Ausbau.

Foto Postlmayr: PV Anlage