Stand der Energieautarkie der Region (in % ohne Industrie & Gewerbe (2010))

Dienstag, 10. Mai 2016

Der Strom-Doktor

Windischgarsten, 14.04.2016. Dr. Walter Brandstetter hat eine Leidenschaft und das ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Dazu hat er sein Dach mit einer Photovoltaik belegt, als einer der Ersten einen Pelletskessel mit Stirlingmotor angeschafft, ein E-Auto gekauft und produziert die Pellets auch noch selber.

„..Ich orientiere mich nicht ausschließlich an ökonomischen Gesichtspunkten, mir ist eine intakte Umwelt wichtiger…“: erklärt Dr. Brandstetter.

Es war aber nicht immer so. In früheren Zeiten machte er die Visiten mit einem benzinfressenden V8-SUV. Heute fährt er elektrisch und erzeugt sich den Ökostrom selber.

Am Dach seines Hauses hat er eine 30 kWp Photovoltaikanlage installiert. Der handwerklich begabte Doktor war selber an der Montage beteiligt.

Im Keller erzeugt ein Pelletskessel mit 14 kW nicht nur umweltfreundliche Wärme sondern auch Strom. Der angeschlossene Stirlingmotor bringt es auf eine Leistung von 0,6 kW. Unterstützt wird die Anlage von drei Warmwasserpuffern mit insgesamt ca. 3000 l.

Eine Wärmepumpe mit 16 kW nützt den erzeugten Strom der Photovoltaik für die Wärme- und Warmwassererzeugung.

Ein Lithium-Ionen-Stromspeicher mit einer Kapazität von 12 kWh speichert den überschüssigen Strom der PV-Anlage und steigert so den Eigenverbrauch.

Ganz neu ist nun das E-Auto, das er für die Visiten benutzt. E-Autos sind mit dem starken Drehmoment im unteren Drehzahlbereich besonders auch für Stop and Go geeignet, da nicht immer neu gestartet werden muss.

In seiner Freizeit produziert er auch noch Pellets. Die Anlage hat aber noch ein paar Macken, sodass noch einige Optimierungen notwendig sind um eine reibungslose Produktion möglich zu machen.

Mit dem E-Auto liegt die Investitionssumme im 6-stelligen Bereich. Etwas dämpfend wirkten sich die lukrierten Förderungen aus.

Dr. Walter Brandstetter ist schon gespannt wie autark er nun schon geworden ist. Mit seiner Initiative ist er ein Vorbild und Beispiel für nachhaltige Investitionen. Er leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Klima- und Energiemodellregion Pyhrn-Priel.

Fotos: Postlmayr

Samstag, 7. Mai 2016

Elektromobilität

Zug
Elektro-Bus
Elektro-Taxi



Elektromobilität auf Schiene => die Pyhrn-Bahn

Seit vielen Jahren bildet diese Form der Elektromobilität das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs.

Bereits in den 1880er-Jahren (Quelle: Wikipedia) startete die Elektrifizierung der Eisenbahn. Trotz der über 100 Jahre wird der Zug oft nicht zur Elektromobilität gezählt. Gerade der lange Bestand könnte eine Ursache dafür sein, dass sie immer weniger konkurrenzfähig wird. Durch die rasante Weiterentwicklung der Autos verkürzte sich deren Fahrzeit deutlich. Nur die als IC geführten Züge können mit einer Fahrzeit von knapp über 1 Stunde noch mithalten. Bei den Regionalexpress-Zügen (kurz: REX) liegt man meist zwischen 1h16 und 1h25. Die Regionalzüge brauchen mit 1h32 bis 1h40 fast doppelt so lange, wie ein Auto (55 Minuten) von Windischgarsten bis Linz Hauptbahnhof. Bei dieser Berechnung sind die Wegzeiten von und zum Bahnhof noch gar nicht berücksichtigt.

Würden die Verkehrsleistungen der ÖBB, die sie im Personen- und Güterverkehr erbringen, ersatzweise auf der Straße durchgeführt, würde das für Österreich pro Jahr rund 3 Millionen Tonnen an zusätzlichen CO2-Emissionen bedeuten. (Quelle: ÖBB Stand 2012)

Umso wichtiger ist ein bedarfsgerechtes und leistbares Angebot. Neben der Einsparung von Emissionen kommt es zu einer Entlastung der Hauptachsen im Straßenverkehr. Durch die Reduzierung der dortigen Stauzeiten wird die Umwelt zusätzlich entlastet. Ein gut ausgebautes und entsprechend abgestimmtes Angebot des öffentlichen Verkehrs bringt auch Entlastungen im Bereich der Straßenerhaltung.

Auch im Bereich des Tourismus wird Umweltschutz immer mehr zum Thema. Autofreie Urlaube werden immer gefragter. Der Ort Werfenweng übernimmt hier eine Vorreiterrolle. Mehr Informationen darüber finden Sie unter: Homepage Werfenweng



1. Elektro-Bus in der Region Pyhrn-Priel

Seit August 2013 ist der Elektro-Bus Mercedes Vito (mit 7 Sitzen) als Tälerbus für die Firma Riedler Reisen im Einsatz.

Damit ist eine emissionsfreie und fast lautlose Fahrt zu und von den gewünschten Ausgangspunkten möglich. Mit durchschnittlich 70 bis 80km Reichweite bleibt er allerdings deutlich unter der Werksangabe von 130km. Mehr Informationen darüber finden Sie unter: Tälerbus

Foto: Firma Riedler Reisen



1. Tesla-Taxi in der Region Pyhrn-Priel

Ein Tesla Model S 85 D bietet seit April die Möglichkeit, sich emissionsfrei und fast lautlos zu seinem Ziel bringen zu lassen.

Mit ca. 400km Reichweite sind kaum Grenzen gesetzt. Durch die flächendeckende Versorgung mit E-Tankstellen bietet sich immer wieder eine Lademöglichkeit.

Foto: Firma Eckerstorfer

Sonntag, 24. April 2016

Erinnerung Gerätetauschaktion der Energie AG

Pyhrn-Priel, 24.04.2016. Die Gerätetauschaktion der Energie AG bezüglich Kühl- und Gefriergeräte bzw. Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie läuft noch bis 30. Juni 2016.

Der Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel verleiht gratis Energiekostenmessgeräte. Damit kann der jährliche Stromverbrauch der Geräte ermittelt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter des Vereins die Messungen durchführt. Diesen Service können alle Bürger der Region in Anspruch nehmen. Für Mitglieder ist er gratis.

Bei Interesse schicken Sie bitte ein E-Mail an office@energieregion.eu.

Quelle des Artikels: Energie AG aktuell Ausgabe 1/2016

Montag, 18. April 2016

Erstes E-Taxi in der Pyhrn-Priel Region

Windischgarsten, 09.04.2016. Wir beglückwünschen Fa. Eckerstorfer zu Ihrem nagelneuen E-Taxi, einen Tesla Modell S 85.

Er wurde diese Woche in Betrieb genommen.
Mit seinen 328 PS ist es wohl auch eines der stärksten Taxis in der Region.
Die Fahrgäste können sich auf eine dynamische, leise und abgasfreie Fahrt freuen.

Fotos: DI Leopold Postlmayr

Dienstag, 5. Januar 2016

17.000 km im Jahr mit dem E-Bike – eine Pendleralternative zum Auto

Pyhrn-Priel, 29.12.2015. Siegfried Pernkopf, aus Vorderstoder, ist ein begeisterter E-Biker. 2015 fuhr er damit 17.000 km. Er benutzt es für seinen Arbeitsweg nach Kirchdorf und fährt bei jedem Wetter. Damit spart er pro Jahr mehr als 2.000 kg CO2. Gleichzeitig tut er etwas für seine Gesundheit.

Seit 10 Jahren fährt Siegfried Pernkopf E-Bike. Das erste Fahrrad wurde noch, in Ermangelung geeigneter Modelle, von einer Firma aus Gmunden auf Elektroantrieb umgebaut. Er ist mittlerweile mehr als 70.000 km damit gefahren. Das zweite E-Bike hat mittlerweile auch schon an die 50.000 km am Tacho.

„…Wenn man das E-Bike zum Pendeln benutzen möchte, sollte man doch mehr als eines besitzen, um Ersatz im Falle von Defekten zu haben…“ erklärt Siegfried Pernkopf.

Die Strecke nach Kirchdorf ist 36 km lang. Entsprechend ausgerüstet, kann bei jedem Wetter gefahren werden. Einzig bei rutschigen und eisigen Wetter muss das Auto benutzt werden.

Um auch in der Nacht gut gesehen zu werden, hat Siegfried Pernkopf vorne drei, sowie hinten zwei LED-Leuchten. Zusätzlich ist seine Jacke mit reflektierenden Leuchtstreifen ausgestattet.

Siegfried Pernkopf freut sich schon auf den Lückenschluss beim Radweg zwischen Klaus und St. Pankraz. Damit sollte der Weg dann noch viel sicherer werden. Dafür muss er aber noch bis 2018 warten.

Siegfried Pernkopf ist auch ein begeisterter Handwerker und Schnitzer. Eben gerade hat er eine Laube aus Zirbenholz für Paare fertiggestellt.

Fotos: Postlmayr

Dienstag, 27. Oktober 2015

Zwei neue Stromlademöglichkeiten in Hinterstoder

Hinterstoder 27.10.2015. Am großen Parkplatz in Hinterstoder, beim Kassengebäude, gibt es mittlerweile seit einigen Wochen die Möglichkeit Strom mit einer Leistung von11 und 22 kW zu tanken.

Die Wallboxen wurden vor etlichen Wochen montiert und sind bereits im Tankstellenverzeichnis, e-tankstellen-finder.com, zu finden. Ein Renault Zoe kann damit z. B. in einer guten Stunde geladen werden.

Die Anlagen wurden von der Energie AG installiert und haben Typ 2-Stecker. Das Stromtanken ist bis auf weiteres kostenlos.

Damit gibt es in der Pyhrn-Priel-Region bereits 6 E-Tankstellen mit Typ 2-Stecker im Leistungsbereich von 3,7 bis 22 kW.

Das ganze Ladenetz der Pyhrn-Priel-Region umfasst mittlerweile 15 Anlagen.

Foto: DI Leopold Postlmayr

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Windischgarsten setzt auf Biomasse

Landesrat Max Hiegelsberger: Ein Meilenstein für die Wertschöpfung der Gemeinde und der Region

Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase wurde am 16. September 2015 das neue Heizwerk in Windischgarsten eröffnet. Als 21. Heizwerk der Bioenergie OÖ wird das Werk von zehn Landwirten genossenschaftlich betrieben. Obmann und treibende Kraft des Projektes ist Ing. Laurenz Stummer. Der anwesende Landesrat Max Hiegelsberger lobte das Projekt: „Das Heizwerk ist ein Meilenstein für die Wertschöpfung der Gemeinde und der gesamten Region!“

Mutmacher Windischgarsten

„Es ist bei diesen billigen Ölpreisen zwar der schlechteste Zeitpunkt, ein Heizwerk zu eröffnen, doch es ist ein Bekenntnis der Gemeinde zur regionalen und umweltfreundlichen Energie. Jede Region wird sich in Zukunft überlegen müssen, ob das Billigste immer das Beste für sie ist. Deshalb braucht es Mutmacher wie die Gemeinde Windischgarsten. Und das Land unterstützt sie auf diesem Weg“, erklärte Hiegelsberger. „Die Biomasse-Nutzung hat viele Vorteile, eines wird aber oftmals vergessen: die Motivation für die Waldbesitzer, ihre Forste zu pflegen. Die Forst- und Holzwirtschaft ist auch weiterhin der größte Devisenbringer Österreichs – noch vor dem Tourismus.“

Nutzen wir das Holz!

„Wir müssen die Dinge selber in die Hand nehmen und auch im schwierigen Umfeld umsetzen“, ergänzte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ, Karl Grabmayr. „Überall wächst der Rohstoff Holz, wenn ich mich hier umsehe. Wir müssen ihn auch nutzen.“ „Dieses Heizwerk ist ein Friedensprojekt“, schilderte Ludwig Mayrhofer, Obmann des Biomasseverbandes OÖ. „Die fossilen Importe kommen aus politisch instabilen Regionen und bei uns wächst der Wald in die Ortschaften rein.“

Dank an Gemeinde

Der meist gelobte Mann des Tages war der Obmann Laurenz Stummer, der von einem steinigen Weg bis zur Finalisierung des Projektes sprach. „Wir haben so viele Ölheizer in der Region. Nun gibt es eine Alternative, die einen besseren Komfort und eine sichere Versorgung bietet“, so Stummer. Er bedankte sich bei der Gemeinde, insbesondere bei Bgm. Ing. Norbert Vögerl, Amtsleiter Arthur Rohregger und dem gesamten Gemeinderat, die zahlreiche öffentliche Gebäude angeschlossen hat und damit das Projekt erst ermöglichte. „Ohne die Unterstützung der Bioenergie OÖ hätten wir das Projekt nicht umsetzen können“, bedankte sich Stummer beim Geschäftsführer Ing. Alois Voraberger. Projektleiter Ing. Otto Leitner lobte alle Beteiligten für die außergewöhnlich kurze Bauzeit von 6 Monaten.

2,5 Mio. Euro-Investment

Die Bioenergie OÖ hat das Heizwerk am Ortsrand errichtet. Die Planung der Anlage erfolgte vom Technischen Büro des Biomasseverbandes OÖ. Die Investitionssumme beträgt 2,5 Millionen Euro. Der Großteil der Aufträge für die Gewerke wurde an lokale Unternehmen vergeben, was zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls in der Region führte. Das Biomasseheizwerk hat eine Leistung von rund 1,8 MW. Der Baubeginn war im Frühjahr 2015. Zehn ortsansässige Bauern liefern regionale Biomasse und betreiben das Heizwerk. Es wird jährlich an die 340.000 l Heizöl ersetzen und damit 920 t CO2 einsparen. „Der große Vorteil eines Biomasseheizwerkes liegt in der CO2-neutralen Verbrennung und im wartungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb. Es wird nur Warmwasser geliefert und somit gelangt kein gefährlicher Brennstoff ins Haus oder muss gelagert werden. Schornsteine, Anschaffungskosten und die Wartung für Brenngeräte entfallen. Es wird nur das bezahlt, was als Wärme abgenommen wird“, zeigte Ing. Alois Voraberger die Vorteile einer Nahwärmeanlage auf.

Weitere Informationen und Bilder von der Eröffnungsfeier finden Sie unter www.biomasseverband-ooe.at

Bild 1: Das Biomasseheizwerk fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein.

Bild 2: Die Ehrengäste übernahmen die Patenschaft für die beiden Biomassekessel; v.l.: Pfarrer Dr. Gerhard Maria Wagner, BMV OÖ-GF Dipl.-Ing. Matthias Raschka, Bgm. Ing. Norbert Vögerl, Bioenergie-OÖ-GF Ing. Alois Voraberger, LR Max Hiegelsberger, Obmann Ing. Laurenz Stummer, Vizepräsident Karl Grabmayr, BMV OÖ-Obmann Ludwig Mayrhofer, Gemeindediakon Hubert Lösch